Denkmalpfleger mehrerer Bundesländer loben Unverfälschtheit von Dorf und Schloss Riede

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Begeistert vom Schloss Riede: Landesdenkmalpfleger aus Hessen, Bayern, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Sachsen und Baden-Württemberg trafen sich zum Symposium im Rieder Dorfgemeinschaftshaus Riede. Mit dabei Norbert Zimmermann (oben links), Vorsitzender des Fördervereins Schloss Riede, und Bürgermeister Ralf Pfeiffer (2. von rechts).

Riede. Das Dorf Riede mit seinem Schloss, dem Garten- und Waldpark ist ein Kleinod. Und für Denkmalpfleger ist es zudem ein spannender Ort, um die vielen alten Spuren, die es heute noch gibt, mit historischem Kartenmaterial zu vergleichen.

Aus diesem Grund haben sich in dieser Woche Landesdenkmalpfleger aus Hessen, Bayern, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Sachsen und Baden-Württemberg im Rieder Dorfgemeinschaftshaus zu einem Symposium getroffen.

Stimmungsvolle Schlossanlage: In Riede fügen sich Schloss und Park zu einem harmonischen Gesamtbild. Davon überzeugten sich jetzt Denkmalpfleger aus verschiedenen Bundesländern bei einem Workshop. Arhivfoto: Junker/nh 

Während der mehrtägigen Veranstaltung standen Exkursionen, Vorträge und die Ausarbeitung von Pflege- und Erhaltungskonzepten auf der Tagesordnung der Wissenschaftler. Vor allem von der Geschlossenheit und der flächigen Anlage des Rieder Ensemles zeigten sich die Experten begeistert. „Riede ist ein unverfälschter, kleiner Ort“, sagt Wenzel Bratner vom Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden. Die Kombination aus der guten Lage einerseits und dem harmonischen Zusammenspiel von Schloss, Wald und Garten andererseits seien prägend. Im Landschaftsbild gebe es kaum Störungen, was als außergewöhnlich einzustufen sei.

Für ihren Abgleich legten die Denkmalpfleger alte Karten zu Grunde. Die älteste stamme aus dem 17. Jahrhundert, sagt Norbert Zimmermann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Riede. Die Daten, die die Experten in dieser Woche erhoben haben, sollen in einer Auswertung zusammengefasst werden. Berichte werden dem Förderverein und den Eigentümern des Schlosses zur Verfügung gestellt. Ziel ihrer Arbeit sei es, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein zu schärfen für die Wichtigkeit von Erhalt und Pflege alter Substanz, sagt Bratner. „Unsere Aufgabe ist es zu sagen, was schützenswürdig ist.“ Wie letztlich mit alten Schlössern, Dorf- und Stadtbildern umgegangen werde, sei eine Entscheidung vor Ort.

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