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Der Glasfaser-Ausbau in Zierenberg schreitet voran

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Von: Johannes Rützel

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Der 15 Tonnen schwere Glasfaser-Verteilerkasten hängt am Autokran der Firma Regel aus Baunatal. Die Glasfaserkabel werden wahrscheinlich ab März durch Zierenberg verlegt.
Der 15 Tonnen schwere Glasfaser-Verteilerkasten hängt am Autokran der Firma Regel aus Baunatal. Die Glasfaserkabel werden wahrscheinlich ab März durch Zierenberg verlegt. © Johannes RÜtzel

Die Verteilerkästen wurden in Zierenberg aufgestellt. Der Trassenbau beginnt voraussichtlich im März 2023, dann werden die Hausanschlüsse gelegt.

Zierenberg – „Hier werden die Hausanschlüsse gebündelt und das Signal zum Rechenzentrum weitergeschickt“, erklärt Klaus Anselm, POP-Manager der Firma Deutsche Glasfaser. POP, das heißt Point of Presence. Es ist ein relativ großer und 15 Tonnen schwerer Verteilerkasten. So groß, dass er in einem kleinen Häuschen untergebracht ist, das fertig montiert per Tieflader aus den Niederlanden herbeigebracht wurde.

In Zierenberg wurden zwei POPs aufgestellt. An jedem lassen sich etwa 1400 Hausanschlüsse bündeln. Die Leistungsaufnahme beträgt zwölf Kilowatt. Danach kann das Glasfasernetz verlegt werden, sagt Klaus Anselm. Das Projekt ist rein privatwirtschaftlich: Die Gemeinde ist finanziell nicht beteiligt, sondern unterstützt lediglich personell bei der Planung.

Bis zu ein Gigabyte pro Sekunde schnell werden die Anschlüsse in Zierenberg sein. Archi
Bis zu ein Gigabyte pro Sekunde schnell werden die Anschlüsse in Zierenberg sein. (Archivbild) © Monika Wüllner

Ein Autokran hat den Verteilerkasten an seinen Standort in der Nähe des Spielplatzes zwischen Dörnbergstraße und Langer Straße gehoben. Die Kranführer Björn Rodenwald und Gerhard Braunbach von der Firma Regel in Baunatal haben schon mehrere POPs gesetzt. Ob es diesmal schwierig gewesen sei? Die beiden antworten diplomatisch, jeder Auftrag sei schließlich anders. Am Ende stand das POP sicher am geplanten Platz.

Markus Rose vom Bauamt der Stadt Zierenberg meint, dass der Glasfaserausbau ein spezielles Projekt sei, das selten rundlaufe. Vier Ortsteile sind bereits im Ausbau – jetzt kommt Zierenberg auch noch dazu. Trotz Lieferproblemen und Personalmangel hofft er, dass die anderen drei Projekte bald abgeschlossen sind. Markus Rose und Hakan Zor, Bauleiter der Deutschen Glasfaser, gehen davon aus, dass die Verlegung der Kabel Ende März 2023 beginnt. So lange die Bauarbeiten vor dem eigenen Haus noch anstehen, könne man sich auch noch melden, um für 800 Euro einen Anschluss ins eigene Haus gelegt zu bekommen, inklusive Internetbereitstellung für zwei Jahre. „Je mehr Vorlauf wir haben, desto effizienter können die Bauarbeiten ablaufen“, sagt Zor.

Bis jetzt haben rund 40 Prozent der Häuser in Zierenberg einen Anschluss geordert. Die Versorgung in Zierenberg sei schon relativ gut, aber man müsse auch an die Zukunft denken, findet Markus Rose. Mit Glasfaser würde man sich fit machen für allerlei Zukunftstechnologien, die höhere Datengeschwindigkeiten benötigen. Wer sich nachträglich einen Hausanschluss legen lassen möchte, der müsse dann die Tiefbaukosten im mittleren vierstelligen Bereich tragen.

Schon jetzt profitieren alle Gebäude, in denen viele Computer am Internet hängen: die Schule, das Rathaus aber auch Unternehmen. Schließlich gehe der Trend ganz klar zu browserbasierten Programmen, sagt Rose. Da brauche man eine zuverlässige und schnelle Internetverbindung.

Infos: deutsche-glasfaser.de/netzausbau/gebiete/zierenberg

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