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Der neue Polizeichef in Wolfhagen mag es sportlich

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Von: Norbert Müller

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Seit Monatsbeginn im Amt: der neue Leiter der Polizeistation Wolfhagen, Erster Polizeihauptkommissar Wolfgang Sieg, hier auf der Wache.
Seit Monatsbeginn im Amt: der neue Leiter der Polizeistation Wolfhagen, Erster Polizeihauptkommissar Wolfgang Sieg, hier auf der Wache. © Norbert Müller

Wolfgang Sieg leitet seit Anfang Oktober die Wolfhager Dienststelle an der Liemecke. Von Niederzwehren fährt er auch mal mit dem Rad in die Arbeit.

Wolfhagen – Der Neue ist ein waschechter Nordhesse: Wolfgang Sieg, der seit Monatsbeginn die Polizeistation Wolfhagen leitet, ist in Kassel-Niederzwehren aufgewachsen, und dort lebt er mit seiner Familie auch heute. „Ich bin da bodenständig verankert“, sagt Sieg, der den bisherigen Wolfhager Dienststellenleiter Frank Gallinger beerbt hat, der zum 30. September in Pension ging.

Wolfgang Sieg, der von sich sagt, dass er schon als Schüler das Ziel hatte, Polizist zu werden, hat allerdings nicht sein ganzes Berufsleben als Schutzmann in Nordhessen verbracht. 1988 hat er seine Laufbahn begonnen und war dann erst mal überrascht, dass sie ihn von Kassel wegführte. „Ich habe feststellen müssen, dass man nach Frankfurt muss und es nicht leicht ist, dort wieder wegzukommen.“ Vier Jahre war er in der Bankenmetropole am Main auf Streife, dann wechselte der großgewachsene sportliche Kasselaner zum Spezialeinsatzkommando (SEK), der polizeilichen Truppe, die dann gerufen wird, wenn es richtig gefährlich wird. Gut 20 Jahre gehörte er dem SEK an und war dort in unterschiedlichen Führungsfunktionen eingesetzt.

Vor gut vier Jahren hat Wolfgang Sieg das Kapitel SEK beendet. Sein weiterer Weg führte ihn zurück zur Polizeidirektion Kassel, wo der erfahrene Beamte auf neue Aufgaben vorbereitet wurde. Zunächst, sagt er, sei es für ihn darum gegangen, die heutigen Abläufe in den Dienststellen wieder von der Pike auf kennenzulernen. „Das ist ja ein ganz anderes Arbeiten als beim SEK.“

In dieser Phase lernte er auch die Polizeistation Wolfhagen kennen, acht Wochen ging er als Hospitant hier mit auf Streife. Die längste Zeit war er dann allerdings in leitender Funktion in der Führungsgruppe der Polizeidirektion Kassel eingesetzt. Zuletzt war Sieg Stellvertreter des Leiters beim Polizeirevier Nord in Vellmar. Von dort bewarb er sich auf die frei werdende Stelle des Dienststellenleiters in Wolfhagen. Er bekam den Job.

„Es ist eine Herausforderung, eine solche Aufgabe zu übernehmen“, sagt der 55-Jährige, „und ich mag Herausforderungen.“ Er sei allerdings nicht nach Wolfhagen gekommen, „um zu sagen: Ich erfinde jetzt hier das Rad neu“. Das sei ganz offensichtlich auch nicht nötig. Es gehe bestenfalls darum zu sehen, „wo kann man noch nachsteuern“. Viel scheint es nicht zu sein, denn: „Es macht hier alles einen guten Eindruck.“

Der 1,93 Meter große neue Wolfhager Polizeichef scheint nach nicht mal drei Wochen bereits in seiner neuen Funktion angekommen zu sein. Aber Wolfhagen sei ja auch kein Neuland, wie er betont. Und das gelte im Übrigen auch für das Wolfhager Land als Ganzes, durch das er früher oft mit dem Motorrad getourt sei. Das motorisierte Zweirad stehe heute aber überwiegend in der Garage. Viel öfter ist Sieg mit dem Fahrrad unterwegs. Zu seiner Dienststelle in Vellmar – knapp zehn Kilometer von zuhause – sei er gerne geradelt, auch mal gelaufen. „Ich mache sehr viel Sport“, sagt Wolfgang Sieg, insbesondere das Laufen bis hin zur Marathon-Strecke begeistere ihn und sei „Hauptbestandteil meiner Freizeitbeschäftigung“.

Wann immer es möglich sei, lasse er das Auto stehen, das gelte auch für den Weg zur Arbeit. Mit der Regiotram sei er in 35 Minuten in Wolfhagen. Er habe inzwischen auch schon mal sein Rennrad in der Bahn mit nach Wolfhagen genommen und sei dann nach Feierabend per Muskelkraft nach Hause gefahren.

Aktuell sei er auch viel unterwegs, um sich im Wolfhager Land vorzustellen, beispielsweise bei den Bürgermeistern oder bei den Feuerwehren. Dann allerdings, sagt der neue Dienststellenleiter, der sich selbst als nahbaren, kommunikativen Menschen bezeichnet, nicht mit dem Rad.

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