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Die Geflügelpest ist während des Wildvogelzugs auf dem Vormarsch

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Von: Monika Wüllner

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Hühner eines Geflügelhofs in Oberelsungen
Hühner eines Geflügelhofs in Oberelsungen © Wüllner, Monika

Der Legehennenhalter Thomas Rose aus Oberelsungen hofft auf einen Impfstoff gegen das Virus. Betriebe könnten nicht ständig Bestände keulen.

Kreis Kassel – Die Geflügelpest ist weiter auf dem Vormarsch: In den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Meldungen über neue Ausbrüche der Vogelgrippe in Geflügelställen anderer Bundesländer. Auch wenn es bisher noch keinen Fall im Landkreis Kassel gibt, hat das den Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Kassel dazu veranlasst, alle Geflügelhalter daran zu erinnern, die geltenden Hygienemaßnahmen zum Schutz vor einem Ausbruch strikt einzuhalten und gegebenenfalls zu optimieren. „Bei uns kommt keiner in den Stall, der nichts darin zu suchen hat“, sagte Thomas Rose, Legehennenhalter aus Oberelsungen.

Thomas Rose Legehennenhalter
Thomas Rose Legehennenhalter © Wüllner, Monika

Die Situation empfinde auch er als besorgniserregend und er hofft, dass es bald einen Impfstoff gegen die Geflügelpest gibt. „Das kann ja so nicht weitergehen. Betriebe können nicht immer wieder Tiere keulen“, sagte Rose, der selbst 7500 Hühner hält. In seinem Betrieb werde alles dafür getan, um einen Ausbruch zu verhindern. „Aber alles was von oben kommt, können wir nicht beeinflussen“, sagte Rose im Hinblick auf bald ziehende Wildvögel.

Während die Geflügelpest in den vergangenen Jahren eher saisonal in den Herbst- und Wintermonaten, bedingt durch den Wildvogelzug auftrat, muss mittlerweile davon ausgegangenen werden, dass Geflügelpestviren im europäischen Raum ganzjährig vorkommen. „Es gibt ja im Moment keinen Hotspot, sondern überall Fälle der Geflügelpest, in ganz Europa“, sagte Rose, der unter anderem auch im Vorstand des Kreisbauernverbandes Kassel ist.

Was ist zu tun, wenn man einen toten Vogel findet?

Bei Fund eines kranken oder toten Wildvogels, insbesondere von Wassergeflügel (Schwäne, Enten, Gänse) und Greifvögeln, sollten Bürger diesen an den Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises unter der Telefonnummer 0561 /  1003 3306 melden. Tote Singvögel oder Tauben sollten nur dann gemeldet werden, wenn mehrere verendete Tiere an einem Ort gefunden wurden. Die toten Vögel werden dann vom Veterinäramt zur Untersuchung und Entsorgung ins Hessische Landeslabor gebracht.

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