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Die Munitionsfabrik ist ein geheimnisvoller Ort

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Von: Reinhard Michl

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Ein geschichtsträchtiger Ort: Der Wolfhager Historiker Bernd Klinkhardt wird am Samstag durch die Muna führen. Archi
Ein geschichtsträchtiger Ort: Der Wolfhager Historiker Bernd Klinkhardt wird am Samstag durch die Muna führen. (Archivbild) © Reinhard Michl/nh

Der Geschichtsverein Wolfhagen lädt am Samstag zur Führung durch die ehemalige Munitionsfabrik ein. Anmeldungen noch bis Mittwoch möglich.

Wolfhagen – Der Heimat- und Geschichtsverein Wolfhagen veranstaltet am Samstag, 5. November, eine Führung auf den Spuren der ehemaligen Lufthauptmunitionsanstalt im Gasterfelderholz, im hiesigen Sprachgebrauch kurz „Muna“ genannt.

Treffpunkt der Exkursion, die rund zwei Stunden dauert und vom Wolfhager Historiker Bernd Klinkhardt geleitet wird, ist um 13.30 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Haupteingang der Pommernanlage. Für die Teilnehmer werden festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung empfohlen. Nach Abschluss der Führung besteht zum Gedankenaustausch die Möglichkeit eines kleinen Imbisses auf dem Gelände der Fahrschule Güde in der Pommernanlage.

Die Muna wurde 1938 auf einer Fläche von 320 Hektar im Gasterfelderholz gebaut. Am 1. April 1940 wurde die gesamte Anlage nicht nur dem militärischen Kommando der Luftwaffe übergeben, sondern am gleichen Tag auch in Betrieb genommen, wobei insgesamt rund 600 Frauen und Männer beschäftigt waren. Das Personal bestand überwiegend aus zivilen Dienstverpflichteten, im Verlauf des Krieges zunehmend auch aus Zwangsarbeitern. Am 31. März 1945, einen Tag vor der Ankunft der amerikanischen Truppen, wurde die Anlage zu großen Teilen durch ein deutsches Sprengkommando zerstört, damit sie nicht in die Hände der Kriegsgegner fiel.

Verbindliche Anmeldungen bis zum 2. November bei Richard Mangold, Tel. 0 56 92/25 79, Gerd Riedemann, Tel. 0 56 92/56 72 oder Otto Hippmann, Tel. 0 56 92/28 76.

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