HNA-Markt: Dies ist ein absoluter Hingucker

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Anhängerkupplung: Motorrad und Anhänger sind fest miteinander verbunden.

Es steht nicht nur ein Motorrad in der Garage von Ralf Meier, sondern gleich fünf. Bei drei Fahrzeugen handelt es sich um eine Suzuki GN 250 – von einer will sich der 52-jährige nun trennen.

Das Besondere an dieser Maschine sind zum einen die vielen verchromten Anbauteile und Umbauten. Eine echte Rarität ist jedoch der Einradanhänger, ein PAv 40 – auch Nachläufer genannt – der mitverkauft werden soll. Für diesen Einradanhänger, für den eine gültige deutsche Betriebserlaubnis vorliegt, hat die Suzuki eine eingetragene Anhängerkupplung.

Um diese nicht ganz alltägliche Fahrzeugkombination auf die Straße zu bekommen, bedurfte es vieler Anstrengungen und Kosten. So ist die Anhängerkupplung eine Sonderanfertigung eines Motorradgespannbauers aus dem Taunus. Durch die Anlenkung per Kardangelenk macht der Anhänger sämtliche Kurvenneigungen des ziehenden Motorrades mit.

Genutzt wird der Anhänger überwiegend von Hund Woody, der sein Herrchen somit bei den Motorradtouren begleiten kann. Begeistert nimmt der Vierbeiner in dem Anhänger Platz und genießt die Aussicht meist sitzend, indem er seinen Kopf über den Aufbau streckt. „Wenn es ihm zu schnell geht oder ihm kalt wird, kuschelt er sich auf den Boden des Anhängers“, berichtet Ralf Meier, „da er über ein eingehaktes Geschirr gesichert ist, kann er auch nicht plötzlich aus dem Anhänger springen.“

Alt – aber gut in Schuss

Der ursprünglich aus Tschechien stammende Anhänger ist fast 50 Jahre alt aber in bestem Zustand. Er wurde seinerzeit für den Transport von Gepäck hinter Jawa-Motorrädern konzipiert. Dieses Vehikel bekam von Ralf Meier eine Kabinenhaube mit Verdeck verpasst, damit der Hund auch bei Regen im Trockenen sitzen kann. Der Aufsatz kann mit erworben werden.

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HNA-Markt: Ralf Meier aus Wolfhagen sucht Liebhaber für Motorrad mit Einradanhänger

Einradanhänger wie der PAv sind inzwischen recht rar geworden. Insbesondere in einem gut erhaltenen Zustand. Wenn man dann fündig geworden sein sollte, gilt es zwei Hürden zu meistern: Zum einen benötigt der Anhänger eine deutsche Betriebserlaubnis und muss daher einer Prüforganisation (zum Beispiel TÜV) vorgestellt werden.

Der schwierigste Part ist die Anhängervorrichtung. Diese muss fahrzeugspezifisch ebenfalls vom TÜV per Einzelabnahme abgenommen werden. Die Anforderungen an diese Konstruktionen sind inzwischen sehr hoch geworden, so dass ein Eigenbau in der Regel ausscheidet. Es gibt eine Handvoll Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, aber das hat natürlich seinen Preis. Für Anhänger hinter Motorrädern in Deutschland gilt übrigens Tempo 60, ganz gleich, ob es sich um einen Einradanhänger handelt oder um einen zweirädrigen.

Die Suzuki ist ein 17 PS starker Einzylinder von 1985 und benötigt aufgrund des Alters keine Abgassonderuntersuchung. Die Hauptuntersuchung des chromblitzenden Fahrzeugs ist im Juni neu gemacht worden. Die Bereifung ist noch gut, Sturzbügel, Motorradkoffer, Ölthermometer, eine Uhr und eine Bordsteckdose gehören zur Zusatzausstattung. Der Tacho der Suzuki zeigt 45 000 Kilometer an. Aber ein Austauschmotor wurde vor 11 000 Kilometern eingebaut.

Wenn auch der Verkauf nicht ganz leicht fällt, so musst doch etwas Platz in der Garage geschaffen werden. Das Motorradfahren ist für Hund Woody damit aber nicht vorbei. Es gibt nämlich noch eine Suzuki GN 250 mit Beiwagen, für die ein weiterer Einradanhänger existiert.

Am liebsten wäre es Ralf Meier, die angebotene, nicht ganz alltägliche Fahrzeugkombination würde einen Liebhaber finden. Dieser sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass er sehr häufig von interessierten Passanten auf Motorrad und Anhänger angesprochen werden wird. (zgi)

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