300.000 Euro: Dorfplatz in Balhorn wird für neu gestaltet

Die Mauer am Kirchgarten: Sie neigt sich zur Straße und wird derzeit gestützt. Das historische Bauwerk soll um einige Meter in den Garten gerückt werden, um weitere Stellplätze für Autos zu schaffen.

Balhorn. Seit einigen Monaten dreht sich im Dorferneuerungsprogramm alles um den Dorfplatz in Balhorn.

Für dessen Neugestaltung hat die Gemeinde Bad Emstal beim Landkreis Kassel Zuschüsse beantragt. Und die könnten nach Angaben von Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung, noch in diesem Jahr bewilligt werden.

Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen, sagt Bad Emstals Bürgermeister Ralf Pfeiffer. Mit der ehemaligen Milchannahmestelle und der Gaststätte Haus Eickelmann wurden bereits zwei Gebäude abgerissen, unter anderem auch, um das Gelände etwas luftiger zu gestalten und einen freieren Blick auf die Kirche zu ermöglichen. Aus den alten Sandsteinquadern der Kneipe soll eine Mauer errichtet werden, kündigt Pfeiffer an.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Dorfentwicklung treffen sich seit dem Jahr 2011 regelmäßig, um sich über die Gestaltung ihres Ortsteils Gedanken zu machen. Neun kommunale und 17 private Projekte wurden seitdem umgesetzt. Hauseigentümer haben Zuschüsse für den Einbau neuer Fenster erhalten, für Dach- und Fassadensanierungen und Wärmedämmungen. Knapp eine halbe Million Euro wurde bereits in die Modernisierung von Immobilien investiert, der Zuschussanteil liegt bei 120.000 Euro. „Wir hoffen, dass sich weitere Privatleute bei der Gemeinde melden, die in ihre Häuser investieren möchten“, sagt Pfeiffer. Immerhin gehe es um 35 Prozent der Nettokosten, für die es über das Programm noch bis zum Jahr 2018 Zuschüsse gibt. Die höchste Summe, mit der ein Einzelgebäude gefördert werden kann, beläuft sich auf 45.000 Euro.

Fußweg zum Friedhof

Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren 150.000 Euro (davon 85.000 Euro Zuschüsse) in Projekte der Dorferneuerung investiert. Wie der Rathauschef sagt, sei das Geld geflossen in die Planungen, einen Fußweg zum Friedhof und den Abriss der beiden Häuser am Dorfplatz.

Besseres Parken

Der Platz ist mit einem Kostenvolumen von 300 000 Euro das bislang umfangreichste Vorhaben. Gemeinsam mit dem Autohaus soll die Parkplatzsituation verbessert und das Gelände aufgewertet werden. Bestandteil des Projektes ist auch die historische Steinmauer am Kirchgarten, die sich seit geraumer Zeit zur Straße neigt und gesichert wird. Laut Pfeiffer soll das Bauwerk in Richtung Kirchgarten versetzt werden, um Platz zu schaffen für Stellflächen.

„Eigentlich hätten wir mit dem Platz schon weiter sein wollen“, sagt Pfeiffer. Letztlich aber habe die Verzögerung der Gemeinde in die Karten gespielt. Denn während der Arbeiten an den Kanälen in diesem Jahr, habe Baumaterial auf dem Dorfplatz zwischen gelagert werden können.

Von Antje Thon

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