DRK-Bereitschaft Naumburg freut sich über einen neuen Defibrillator

Freuen sich über den neuen Helfer in der Not (von links): Marcel Bandurski (22 Jahre), Lena Tonn (19 Jahre), Dominik Kegel (25 Jahre), Christoph Esser (18 Jahre), Bereitschaftsleiterin Patricia Henze (27 Jahre), Bereitschaftsleiter Timo Jassmann (31 Jahre) und Fritz Kaufmann (1. Vorstandsvorsitzender der Matthias-Kaufmann-Stiftung). Foto: Uminski

Naumburg. Im Notfall zählt jede Minute. Umso mehr freuen sich die acht weiblichen und acht männlichen Rettungssanitäter über den neuen, wertvollen Helfer. Seit eineinhalb Monaten hat das Team auf seinem Mannschaftstransportwagen einen Defibrillator.

In dieser Zeit habe das Gerät schon zwei Mal Menschen das Leben gerettet. Die Neuanschaffung des Gerätes kostet 3000 Euro. Ein Drittel des Gesamtbetrages spendete die Matthias-Kaufmann-Stiftung aus Hessisch Lichtenau.

„Wir haben ihn schon zur Reanimation und bei einem Herzinfarkt-Patienten eingesetzt“, sagt Timo Jassmann, Bereitschaftsleiter der DRK Naumburg. Da alle Rettungssanitäter der DRK Bereitschaft Naumburg über die notwendige Ausbildung verfügen, können sie einen EKG nicht nur setzen, sondern auch lesen und wichtige Daten an den Notarzt weiterleiten. Auch das spare wertvolle Zeit, die dem Patienten zugutekomme, so der Bereitschaftsleiter.

„Wir im Vorstand waren darüber beeindruckt, dass alle Rettungssanitäter den Defibrillator benutzen und auch den EKG lesen können“, betont Fritz Kaufmann, 1. Vorstandsvorsitzender der Matthias-Kaufmann-Stiftung. Ein Schwerpunkt der Stiftung sei der Ausbau der Rettungsdienste in Nordhessen. „Wir wollen das Ehrenamt fördern.“

Die zügige Hilfe sei durch das „Helfer-vor-Ort“-System (wir berichteten) gewährleistet, so Jassmann. Diese ehrenamtlichen Rettungssanitäter werden zeitgleich mit dem Rettungsdienst alarmiert und nutzen den zeitlichen Vorteil um den Patienten bis zum Eintreffen des Notarztes Erste Hilfe zu leisten. Gut 50 Einsätze im Jahr haben die Rettungssanitäter der DRK Bereitschaft Naumburg.

„Wir sind sehr dankbar nach einem Jahr wieder eine finanzielle Unterstützung zu bekommen“, sagt Timo Jassmann. Bereits letztes Jahr erhielt das DRK-Team Naumburg bei der Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens finanzielle Hilfe durch die Stiftung. Alle Materialien wie beispielsweise Elektroden, die für den Defibrillator notwendig seien, trage man selbst, so der Bereitschaftsleiter. „Die zwei Elektroden kosten alleine 50 Euro.“ Die DRK Bereitschaft Naumburg freue sich über Spenden und neue Mitglieder.

Von Johanna Uminski

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