E-Mobilität: Interesse in den Stadtverwaltungen des Wolfhager Landes an Elektrofahrzeugen steigt

Wolfhager Land. Gut möglich, dass in absehbarer Zeit auf den Straßen des Wolfhager Landes die Zahl der Elektro-Pkw zunimmt. Die Kommunen zeigen sich zunehmend interessiert.

In Naumburg wird aktuell die Anschaffung eines Dienstwagens für die Verwaltung geprüft, und in Wolfhagen könnte bald der zweite E-Pkw im Einsatz sein. Habichtswald und Zierenberg würden gern ein Angebot des Landes Hessen zum kostenlosen Test eines E-Autos in Anspruch nehmen. Dabei erhalten Kreise, Städte und Gemeinden zwei Wochen lang ein Fahrzeug, um es im dienstlichen Alltag zu nutzen.

Vor vier Jahren hat die Stadt Wolfhagen den kleinen Mitsubishi für die Verwaltung gekauft und ist damit hochzufrieden: „Wir setzen das Fahrzeug vorwiegend im innerstädtischen Bereich ein. Es hat sich bewährt“, so Hauptamtsleiter Kai Liebig. Natürlich müsse man dabei die geringeren Reichweiten beachten. Eine Stromtankstelle befinde sich aber strategisch günstig am Rathaus. Nun gebe es die Überlegung, ein konventionelles Auto durch ein zweites E-Mobil zu ersetzen. Beim Bauhof der Stadt und den Stadtwerken fahren weitere elektrisch betriebene Fahrzeuge.

Auch in Naumburg hat man bereits den Praxistest hinter sich. Allerdings mit einem geliehenen Fahrzeug der EAM. „Wir haben es 14 Tage getestet und sind begeistert“, erklärt Bürgermeister Stefan Hable. Durch die Stromtankstelle am Haus des Gastes sei man gut versorgt. Die Anschaffung eines eigenen Wagens werde gerade diskutiert.

In Breuna ist man eher skeptisch: „Ein E-Mobil ist noch zu teuer und für die wenigen Fahrten lohnt es sich nicht“, so Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann, der für Dienstfahrten seinen Privatwagen nutzt.

In Bad Emstal gibt es zwar einen Dienstwagen, der werde aber dringend auch für weite Strecken zu Landesbehörden oder Fahrten der Jugendpflege eingesetzt, so Sprecher Andreas Bohn von der Gemeindeverwaltung.

Von Bea Ricken

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