Fünf vokale Machos begeistern

Echte Kerle im Wolfhager Kulturladen

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Echte Kerle im Kulturladen Wolfhagen: (von links) Die Lehrer Björn Schmidt, Mirko Möller, Frank Lötzer, Peter Scholz und Michael Fink.

Wolfhagen. Es war nochmal ein ganz besonderes musikalisches Sahnebonbon, das die Besucher am vorletzten Tag des Winterfestivals im Kulturladen in Wolfhagen erwartete: Echte Kerle.

Die locker-vertraute Atmosphäre der Lokalität passte zum entspannten, gut gelaunten Auftreten der Gruppe, die es von Anfang an verstand, das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Echte Kerle, das sind Peter Scholz, Frank Lötzer, Mirko Möller, Michael „Dr. Axel“ Fink und Björn Schmidt. Fünf Lehrer aus Kassel und Fulda, die sich während ihres Studiums kennenlernten und seit 2002 mit ihrer A Cappella-Comedy ihr Publikum begeistern.

Ihre Songs bestachen durch wortakrobatische Texte, Stimmbeherrschung, klangliche Stilsicherheit und scharfzüngigem Witz. Natürlich immer mit der nötigen Selbstironie und dem Drang zur Erfüllung der Vorurteile gegenüber verbeamteten Pädagogen. Und da Lehrer vormittags immer Recht haben und nachmittags frei, befanden die fünf Jungs, dass es nach ihrem ersten Song „Echte Kerle“ bereits genug der Arbeit sei, „es sei ja schon halb zehn“, wünschten allen einen guten Heimweg und verließen kurzerhand die Bühne.

Das Publikum ging sofort darauf ein und forderte eine Zugabe, die ihnen die fünf vokalen Machos dann auch für den Rest des Abends lieferten.

Tücken des Alltags

Mit Songs wie „Ich steh im Stau“, „Nudeln“ oder „Treffen der Generationen“ besangen die Pädagogen die kleinen Tücken des Alltags und punkteten vor allem mit ihren poppigen Ohrwürmern, lustigen Tanzschritten und Kostümen.

Mit kleinen, wahren Geschichten zwischen den Songs und ihrem gut gelaunten Auftreten schufen die Kerle von Anfang an einen engen Kontakt zu den Zuhörern. So wurden in ihren Anekdoten auch die vielen Schulferien im Jahr zu einem echten „Luxusproblem“. Denn man muss ja fliegen, wenn alle fliegen und da können 12 Wochen Urlaub im Robinson Club mit der fünfköpfigen Familie schon ziemlich teuer werden. Nach zwei Stunden Unterhaltung, Wortwitz, schönen Stimmen, alltagserprobten Texten und einer gut choreographierten Bühnenshow, verabschiedete sich das Echte-Kerle-Quintett von seinem begeisterten Publikum – diesmal aber wirklich. (sh)

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