Tierschutz

Ein großes Herz für Katzen: Ehepaar aus Ippinghausen setzt sich für Tiere ein

Jutta und Manfred Homburg haben unzählige Findelkatzen gerettet. Dass es den Vierbeinern gut geht bei den Ippinghäuser Tierfreunden, weiß auch Kater Pascha, der sie regelmäßig besucht.
+
Jutta und Manfred Homburg haben unzählige Findelkatzen gerettet. Dass es den Vierbeinern gut geht bei den Ippinghäuser Tierfreunden, weiß auch Kater Pascha, der sie regelmäßig besucht.

Sie kümmern sich uneigennützig um ihre Mitmenschen. Selbstloses Engagement eint die Alltagsengel unserer Serie. Heute: Jutta und Manfred Homburg, stellvertretend für alle Tierschützer im Wolfhager Land.

Ippinghausen – Pascha liebt es, bei den Homburgs vorbeizuschauen. Zwei- bis dreimal am Tag lässt es sich der graue, 17 Jahre alte Kater nicht nehmen, sich bei Jutta Homburg seine Streicheleinheiten und gern auch mal ein Stückchen Schinkenwurst abzuholen. „Die mag er“, sagt die Ippinghäuserin, die wie ihr Mann Manfred Tiere liebt.

Pascha ist der Kater von Homburgs ehemaligen Mietern, wohnt eigentlich mittlerweile ein paar Häuser weiter, doch er weiß wohl noch immer, wie gut es ihm in der Nähe der Homburgs gegangen ist. „Bei uns hatten es alle gut“, sagt Manfred Homburg und zeigt als ein Beispiel die Geschichte von Findelkater Peppino, die er mit der Videokamera dokumentiert und ins Internet gestellt hat.

Über 7000 Menschen haben sich schon an den Bildern des kleinen Stubentigers erfreut, der von seiner Mutter verstoßen und daraufhin von Pflegemutter Jutta mit der Flasche aufgezogen worden war. Unterstützung hatte sie dabei von Familienhund Marcia, ein für sie unvergessliches Erlebnis. „Es war einfach zu schön anzuschauen, wie Marcia sich um das kleine Wollknäuel gekümmert, es immer wieder liebevoll abgeleckt hat“, sagt die 64-Jährige, die sich das Video immer und immer wieder angucken könnte.

Es war jene Zeit, etwa vor zehn Jahren, als die Homburgs begannen, sich verstärkt um die Katzen im Ort zu kümmern. Angefangen hatte alles in der großen Scheune der Gaststätte Pfeifferling. „Wo Getreide ist, sind auch Mäuse, und wo Mäuse sind, lassen auch Katzen nicht lange auf sich warten“, sagt Tierfreund Homburg und erinnert sich an den Tag, als mal wieder sechs frischgeborene Kätzchen gefunden worden waren.

Es musste etwas geschehen, waren er und andere tierliebe Ippinghäuser sich einig und wandten sich an Jutta Zyweck von der Tiernothilfe Breuna, weithin bekannt für ihr Engagement rund um die kleinen Streuner. „Sie kam, brachte eine Lebendfalle mit, und als wir alle Tiere hatten, haben wir sie erst mal zum Kastrieren gebracht.“

Immer intensiver sollte fortan der Kontakt zu Zyweck werden, und ehe sie sich versahen, waren die Homburgs mittendrin in der Tiernothilfe Breuna. Er kümmerte sich um die Website samt Pflege der digitalen Tiervermittlung, beide zusammen um immer neue Stubentiger, die sie in ihrem Zuhause aufnahmen und so vielleicht vor dem sicheren Tod bewahrten. „Wann immer irgendwo herrenlose Katzen rumgelaufen sind, haben uns die Menschen angerufen“, erinnert sich Jutta Homburg.

„Manche würden sagen, schlag die Katzen vor den Kopf und fertig, doch das könnten wir niemals übers Herz bringen.“ Unzählige Katzen seien mit den Jahren durch sie eingefangen, aufgepäppelt, kastriert und schließlich in ein sicheres Zuhause vermittelt worden. „Wie viele genau, lässt sich nicht mal mehr erahnen, es waren viele“, sagt Homburg. Der 68-Jährige ist froh, sich mit seiner Frau für die Rettung der Katzen entschieden zu haben, neue wolle er nun mit Blick auf die nahende 70 aber nicht mehr aufnehmen, mit Tipps rund ums Thema Katzenrettung aber weiterhin gern zur Verfügung stehen.

Ansonsten solle es bei der eigenen Katze Mona bleiben. Die wird man im Hause Homburg als Besucher allerdings so schnell nicht zu Gesicht bekommen. „Sie lebte ein Vierteljahr auf einem Schrank in unserem Flur, ist nur zum Fressen und das Geschäft auf der Katzentoilette heruntergekommen“, berichtet der frühere Fernmeldetechniker und freut sich: „Mittlerweile sind meine Frau und ich geduldet.“ Vielleicht ist Mona von Pascha überzeugt worden, dem alten, grauen Kater, der sicher nicht ohne Grund noch immer täglich bei den Homburgs vorbeischaut. (Sascha Hoffmann)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.