Energieausweis ist Pflicht: Schonfrist am 1. Mai abgelaufen

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Wolfhager Land. Der Energieausweis für Immobilienbesitzer ist seit einem Jahr Pflicht. Wichtig ist er vor allem, wenn Wohnungen und Häuser vermietet oder verkauft werden sollen. Dann muss der Ausweis den Interessenten vorgelegt werden.

Die Energieausweispflicht ist Teil der Energieeinsparverordnung. Bisher galt noch die Übergangsfrist, seit 1. Mai dieses Jahres droht bei Missachtung dieser Regel ein Bußgeld.

Und das kann nach Auskunft von Schornsteinfegermeister Thomas Swoboda bei bis zu 15 000 Euro liegen. Bisher sei die Erstellung von Energieausweisen schleppend angelaufen, so Swoboda, der selbst Ausweise anfertigen darf. „Viele scheuen die Kosten.“ Ein Bedarfsausweis koste rund 450 Euro, ein Verbrauchsausweis liegt bei 86 Euro. Derzeit hat Swoboda viele Anfragen von verunsicherten Immobilienbesitzern und Maklern. Beim Hausverkauf müsse der Verkäufer beim Notar per Unterschrift versichern, dass er im Besitz eines Energieausweises ist.

Sinnvoll findet Swoboda einen Energieausweis, wenn damit eine Beratung mit Empfehlungen für ein Sanierungskonzept zum Energiesparen verbunden sei.

Bei der Firma Blumenstein-Immobilien aus Bad Emstal, die Wohnungen und Häuser vermietet, ist man angesichts des Verstreichens der Übergangsfrist gelassen. „Wir haben bereits im Jahr 2008 für alle unsere Objekte einen Energieausweis erstellen lassen. Der ist zehn Jahre gültig“, erklärt Ted Blumenstein. Wenn neue Häuser aufgenommen würden, erstelle man den Ausweis sofort.

Man verhalte sich zwar gesetzeskonform, seiner Meinung nach wäre die Erstellungspflicht von Verbrauchsausweisen Geldverbrennung und Augenwischerei. In einem Haus aus dem Jahr 1977 wohnten in vier großen Wohnungen nur jeweils eine berufstätige Person. „Da pfeift es aber durch alle Ecken.“ Der Verbrauchsausweis sehe jedoch super aus, berichtet Ted Blumenstein.

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