Feuer und Flamme fürs Artistenleben: Paar inszeniert effektvolle Shows

+
Training im Freien: Iris Knipper und Mic Bosold nutzen im Sommer die Möglichkeit, in ihrem Garten an den Choregrafien und auch der körperlichen Fitness zu arbeiten.

Altenstädt. Nein, eine pyromanische Veranlagung kann man Iris Knipper und Mic Bosold nicht nachsagen, auch wenn sie sich gern mit Feuer umgeben.

Das Paar, das unter dem Namen Spiral Fire eine dynamische Show auf die Bühne zaubert, ist fasziniert von den Effekten, die sich mit Flammen und funkensprühenden Requisiten in der Dunkelheit erzeugen lassen. Mit ihren ausgefeilten Choreografien begeistern sie die Besucher von Märkten und auch privaten Feiern.

Nach einer Karriere als Feuerkünstler sah es aber zunächst nicht aus. Beide studierten, wollten Sozialarbeiter werden. Die aus Liebenau stammende Iris Knipper brach das Studium ab und absolvierte eine Kfz-Mechaniker-Lehre, Mic Bosold, der im Fuldaer Land aufwuchs, beendete zwar sein Studium, „ich habe aber nie in dem Beruf gearbeitet“, sagt er. Der Grund: Schon an der Uni ging es los mit der Feuershow. Zunächst in einer Gruppe mit Freunden.

Freiheit der Artisten

Berauschend: Das Duo Spiral Fire verbindet Feuer, Tanz und Artistik zu einer spektakulären Inszenierung.

Für Bosold, der als Kind das Kunstturnen pflegte und später die Akrobatik zum Hobby machte, war es keine große Umstellung, nur das Element Feuer war neu. Iris Knipper betrat Neuland, war aber schnell drin im ungewohnten Showgeschäft. Seit 2006, da betrieb man das feurige Vergnügen längst als Profis, treten sie zu zweit auf. Das habe durchaus Vorteile, sagt die 38-Jährige: Man verdiene besser als in einer größeren Gruppe und man komme mit kleineren Bühnen aus.

Die stehen im Sommer überwiegend auf mittelalterlichen Märkten, aber auch für private Feiern wird das Duo gebucht. Hauptsaison ist von April bis Oktober. In dieser Zeit ist das Paar jedes Wochenende mit dem VW-Bus, in dem dann auch übernachtet wird, auf Achse, genießt dabei auch die große Freiheit des Artistenlebens.

Fitness muss stimmen

Im Advent wird Spiral Fire gern für Weihnachtsmärkte gebucht. Auf rund 50 Auftritte im Jahr kommt das Duo. Rund 20 Minuten dauert eine Show, deren Choreografie in den ruhigen Monaten geprobt wird. Dazu haben sie in ihrem Haus in Altenstädt einen großen, 4,50 Meter hohen Raum. Der Artisten-Job ist auch körperlich anspruchsvoll, da muss die Fitness stimmen. Der 47-jährige Mic Bosold holt sich Kraft und Ausdauer bei regelmäßigen Besuchen in der Mucki-Bude, Iris Knipper geht einmal pro Woche zum Bauchtanztraining.

Die Anstrengung des Jobs rückt bei den Auftritten schnell in den Hintergrund. Die Faszination des Feuers fängt nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Akrobaten regelmäßig ein. Gerade beim Poi, der Grundform des Feuerspiels, bei dem der Feuerball, der an einer Kette hängt, kreisend durch die Luft saust. „Die Flammen rauschen an einem vorbei. Das hat so einen Flow, das ist ein besonderer Klang“, sagt Iris Knipper. An diesem Wochenende bringt das Paar den feurigen Genuss an den Bodensee.

www.spiral-fire.com

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.