Dörnbergerin bemalt Kiesel zum Mitnehmen

Finden, freuen, weitergeben: Das ist das Geheimnis der Dörnbergstones

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Das Bemalen, Verstecken und Posten kleiner Steine findet nun auch im Wolfhager Land immer mehr Liebhaber: Gabriele Dziergwa will mit ihren Dörnbergstones ein wenig Freude in die Welt bringen.

In Dörnberg kann man seit einiger Zeit schön bemalte Steine finden - und darf sie sogar mitnehmen. Hier verraten wir, was dahinter steckt.

Dass ihr Sommerurlaub auf der Ostseeinsel Fehmarn ihr Leben so dermaßen auf den Kopf stellen würde, damit hatte Gabriele Dziergwa nicht gerechnet. Es war ein kleiner, bunt bemalter Stein am Rande eines Campingplatzes, der sie vor rund vier Wochen angelacht und mit der Idee dahinter bis heute nicht wieder losgelassen hat.

„Vorn war eine Möwe drauf, hinten die Anleitung, was zu tun war“, erinnert sich die 68-Jährige an ihre erste Begegnung mit den Fehmarnstones. „Freuen, posten und neu auslegen stand darauf, und genau das habe ich getan.“

Wieder zuhause im heimischen Dörnberg angekommen, wurde ihr schnell klar: „So was brauchen wir auch!“ Sie kaufte Farben, Stifte und Klarlack, machte sich ans Bemalen ihrer ersten eigenen Steine. Die Dörnbergstones waren geboren, mit ihnen die dazugehöre Gruppe im sozialen Netzwerk Facebook.

Die ersten begeisterten Mitglieder ließen nicht lange auf sich warten

„Herzlich willkommen, ich möchte mit einer einfachen, aber witzigen und auch schon weltweit verbreiteten Idee den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, schrieb sie da am 18. Juli – verbunden mit Tipps zum Gestalten der Steine.

Schon zwei Tage später postete Gruppenmitglied Oliver Jürgasch ein Foto des ersten gefundenen Dörnbergsteins, zahlreiche weitere ließen nicht lange auf sich warten. „Ich habe mittlerweile 120 Steine ausgewildert“, sagt Dziergwa, die glücklich ist zu sehen, dass einige weit herumgekommen sind. „Einer hat es bis nach Münster geschafft, ein anderer ist in Fritzlar gelandet.“

Was in weiten Teilen Deutschlands und der ganzen Welt längst einen regelrechten Boom ausgelöst hat, ist auf dem besten Weg, auch im Wolfhager Land zum Kult zu werden. Selbst wenn Dziergwa mit ihren bislang 32 Gruppenmitgliedern noch lange nicht mit den 2000 Mitgliedern der Fehmarn-Stones mithalten kann, gibt sich die Dörnbergerin optimistisch. „Die Steine müssen ja erst mal gefunden werden, und die Idee muss sich herumsprechen.“

Dass das funktionieren wird, daran hat sie keine Zweifel. „Die bisherigen Rückmeldungen sind positiv“, freut sich die Habichtswalder Steinefrau, die nichts anderes im Sinn hat, als mit ihren Dörnbergstones Freude in die Welt zu bringen.

Auch in der Schwalm sind einige bereits im Steinefieber.

Hier geht's zur Facebook-Gruppe.

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