Flüchtlings-Aktion war zu erfolgreich: Annahmestopp für Spielzeug

Geschenke packen im Akkord: Julia Kaiser (links) packt mit Freundin Kristina Morgenroth die Geschenke ein. Foto:  Renner

Ippinghausen/Lohfelden. Mit so einer Welle der Hilfsbereitschaft hatte Julia Kaiser nicht gerechnet: Rund 160 Geschenke haben Menschen aus der Region bei ihr abgegeben.

Sie wird die Päckchen dann Ende November und im Dezember an Kinder in Flüchtlingsunterkünften in der Region verteilen.

Nach dem HNA-Bericht über die geplante Aktion hätten sich zahlreiche Hilfsbereite gemeldet, berichtet die 26-Jährige. Und das nicht nur aus dem Wolfhager Land, sondern auch aus Kassel, Kaufungen und anderen Städten im Kreis Kassel. Manche Spender seien gar zwei Mal bei ihr gewesen, um Spielsachen abzugeben „und ein Mann hat uns zugesagt, zehn Prozent eines Monatseinkommens zu spenden“, freut sie sich.

Beteiligen wollen sich auch der Kindergarten aus Naumburg sowie eine Grundschulklasse aus Fuldabrück. Diese Geschenke werden Ende November noch dazu kommen. Weit über 200 Päckchen werden es dann sein. Deswegen nimmt Kaiser nun keine weiteren Geschenke an. Gebraucht werden allerdings noch Geschenkpapier und Tesafilm, sagt sie. Denn jetzt werden alle Pakete eingepackt. Zusammen mit Freunden und Bekannten sind dafür derzeit die Wochenenden reserviert.

Abgegeben wurden die unterschiedlichsten Spielsachen und das für alle Altersgruppen, sagt die Studentin aus Lohfelden. „Es gibt viele Puzzles und einfache Spiele, aber auch Barbies, Spielzeugautos, Bobbycars und Badmintonschläger“, zählt sie auf. Was für Jungs und was für Mädchen gedacht ist, schreiben sie und ihre Helfer mit Edding auf die Päckchen.

Am Anfang der Geschenkeaktion war geplant, die Pakete ausschließlich in der Pommernanlage abzugeben. Weil die Wolfhager Kirche dort Ende November ebenfalls Geschenke verteilen will, schließt sich Julia Kaiser an und steuert dazu 20 Überraschungen für die Kinder bei. „Der Rest ist dann für Kinder in Flüchtlingsunterkünften in der Region bestimmt“, sagt sie. Mit dem Regierungspräsidium hat sie deshalb bereits Kontakt aufgenommen. Auch Kinder, die jetzt schon in der Region ein Zuhause gefunden haben, könnten ein Geschenk bekommen.

Kontakt: Julia Kaiser, Tel. 0160/6389050, sucht noch Spender von Geschenkpapier und Tesafilm.

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