Bad soll im Sommer aufgehübscht werden

Förderverein Niederelsungen nutzt Coronakrise für Modernisierungsarbeiten am Freibad

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Brücke überm Bach ist marode: Das Geländer soll saniert werden, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Ralf Meister. Fotos: Antje Thon

Für die Freunde des Freibades Niederelsungen fällt die diesjährige Saison ins Wasser. Sie ist ein Opfer der Coronakrise. Für die Mitglieder des Vereins zur Förderung der Dorfentwicklung und Gemeinschaftspflege Niederelsungen, der das Bad seit dem Jahr 2018 betreibt, ist das aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Sie nutzen den Sommer für Modernisierungen.

Derzeit wird der Raum saniert, von dem aus die Badaufsicht das Treiben im Becken im Blick hat. Die Elektrik wird erneuert, zudem soll der Raum ein neues Fenster erhalten. Die Umkleiden sollen frisch verputzt werden. Auf dem Dach des Schwimmbadgebäudes soll die Absorberanlage geprüft werden, über sie wird das Wasser im Becken erwärmt.

Zudem wünscht sich der Verein zur Stromerzeugung eine PV-Anlage. Die, so Vorstandsmitglied Marcus Möller, könne der Verein finanziell aber nicht stemmen, da sei man auf Spenden angewiesen. Pumpen und Filteranlagen würden jede Menge Strom ziehen, mit einer eigenen Stromerzeugung ließe sich der finanzielle Aufwand reduzieren.

Wasser im Becken von 2019

Ein Teil der Technik müsse auch ohne Badegäste laufen. Das Wasser im Schwimmbecken sei aus der Saison 2019, sagt Vereinschef Ralf Meister. Das müsse mit Chlor versetzt und auch umgewälzt werden, um die Ausbreitung von Algen zu verhindern.

Neuerungen gibt es auch beim Kassensystem. Der alte Kassenautomat am Kiosk wurde abgebaut. „Der Eintritt wird digitalisiert“, sagt Marian Decker, eines von etwa 200 Vereinsmitgliedern. Weitere Erleichterungen sind zudem für die Badeaufsicht in Vorbereitung. Sie sollen künftig über eine App das Drehkreuz am Eingang steuern können, über das die Besucher das Bad betreten. „Das entlastet das Personal“, sagt Decker. Denn bislang mussten die Ehrenamtlichen immer vor Ort sein, um eingreifen zu können.

Neuer Pächter für den Kiosk

Für den Kiosk hat der Verein mit Gastronom Joachim Gerhard einen neuen Pächter gefunden. Der, so Meister, werde dann im kommenden Jahr in die Saison einsteigen. Am Kiosk und an der Brücke, die vom Bad über die Dase zur Liegewiese führt, müsse ebenfalls Hand angelegt werden. Das Brückengeländer sei morsch, es soll durch ein neues aus Metall und Holz ersetzt werden. Der Verein rechnet für alle seine Modernisierungsvorhaben mit Ausgaben in Höhe von 10 000 Euro.

Dass das Freibad in diesem Sommer wegen Corona geschlossen bleibt, sei im Verein sehr emotional diskutiert worden, sagt Meister. Doch die hohen Auflagen hätte das Personal, für das der Job eine Freizeitbeschäftigung ist, kaum erfüllen können. Unter anderem hätten Absperrungen vorgenommen und Begegnungsverkehr beim Einlass und Ausgang verhindert werden müssen.

Die Zeitspanne für die Umsetzung aller Vorschriften sei zu kurz gewesen. Zudem hätte der Verein dafür Geld in die Hand nehmen müssen. Und dann, so Meister, hätte man weniger Personen aufs Gelände und ins Wasser lassen dürfen

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