Im Fuchsbau werden Kinder fit gemacht für die Schule

Werden spielerisch im Fuchsbau auf die Schule vorbereitet (von links): Mia (6 Jahre), Emelie (6 Jahre), Alina (6 Jahre), Erzieherin Melanie Krause, Alexander (6 Jahre), Luca (6 Jahre), Lunis (6 Jahre), Tim (6 Jahre), Liliana (6 Jahre), Erzieherin Linda Stiefel und Jeremy (6 Jahre). Fotos:Uminski

Wolfhagen. Nur noch wenige Wochen und dann steht für viele Kindergartenkinder der große Schritt in die Schule an. Ausgerüstet mit praller Schultüte und neuem Schulranzen stürmen die Kinder in die Schulen des Wolfhager Landes. So auch 27 Mädchen und Jungen des Kindergartens „Haus der kleinen Füße" in Wolfhagen.

Seit einem Jahr besuchen die Fünf- und Sechsjährigen zwei Mal in der Woche den „Fuchsbau“ im Parkhaus gegenüber ihres Kindergartens und werden von den Erzieherinnen Linda Stiefel und Melanie Krause fit für die Schule gemacht. Den Fuchsbau gibt es seit bereits sechs Jahren.

Hier geht es den beiden Pädagoginnen um mehr als nur die Vermittlung von Zahlen und Buchstaben. „Die Kinder sollen an die Abläufe in der Schule langsam herangeführt werden“, so Linda Stiefel. Ein wichtiger Aspekt ist vor allem, auch einen Bezug zur Schule herzustellen. „Jedes Kindergartenkind hat ein Patenkind in der vierten Klasse, das sich um die neuen Schulkinder kümmert.“ Regelmäßige Besuche innerhalb des Jahres sollen den Kindergartenkindern die Angst oder Unsicherheit vor der Schule nehmen.

Das Konzept wird von den Schulen gut angenommen. „Wir haben in den sechs Jahren nur gute Resonanz bekommen“, so die 44-Jährige. Auffällig sei, dass die neuen Schulanfänger offener seien. „Und die Kinder sind einfach fitter“, unterstreicht Erzieherin Melanie Krause die positiven Effekte durch den Fuchsbau.

Während des Jahres unternehmen die Erzieherinnen viele unterschiedliche Projekte mit den Kindern - mal besuchen sie die Polizei, die Energieoffensive oder gehen ins Freibad. „Wir sind auch viel unterwegs, damit die Kinder ihre Stadt kennenlernen“, so Krause.

Der Fuchsbau sei aber nicht nur eine Schnittstelle zwischen Kindergarten und Schule. „Den Kindern reicht im letzten Jahr der normale Kindergartenalltag nicht mehr aus - sie brauchen ganz viel Input“, betont Linda Stiefel. Außerdem stärke der Besuch des Fuchsbaus die Gemeinschaft zwischen den Kindergartenkindern, die nach dem Sommer gemeinsam in die Schule kommen.

Für manche Kindergartenkinder geht es trotz des attraktiven Angebotes im Fuchsbau mit der Einschulung nicht schnell genug. „Ich will in die Schule“, sagt Liliana. Die Sechsjährige mag Buchstaben und malt sehr gerne. „Ich habe einen schönen lila Schulranzen mit einem Schimmel drauf.“ Alexander freut sich immer auf den Fuchsbau, weil er auch ganz schwere Arbeitsblätter ausfüllen kann. „Ich will in die Schule, damit ich endlich lesen kann.“

Luca findet den Kindergarten „langweilig“ und kann schon ein paar Wörter schreiben. „Ich freue mich endlich auf die Schule.“ So geht es auch der sechsjährigen Alina, die im Fuchsbau viel gelernt hat. „In der Schule lerne ich vieles Neues.“

Von Johanna Uminski

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