Suche nach Kinderpflegekräften beendet

Kreisklinik Wolfhagen: Aus für Geburtshilfe ist so gut wie sicher

Wolfhagen. Der Fortbestand der Geburtshilfe in der Wolfhager Klinik ist so gut wie abgehakt. Zumindest für die Klinikleitung. Der Geschäftsführer der Kreisklinik, Bernd Tilenius, sagte, dass das Kernproblem die Personalsituation sei. Und das lasse sich nicht lösen.

Die drei gynäkologischen Belegärzte der Wolfhager Klinik hatten das Ende der Geburtshilfe zum 1. Februar angekündigt, wenn nicht seitens der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), zu der die Kreiskliniken zählen, die Voraussetzungen für eine leitliniengerechte Behandlung geschaffen werden. Und dazu gehört, dass rund um die Uhr die Versorgung der Neugeborenen durch eine ausgebildete Kinderpflegekraft sichergestellt ist. Nach der Zusammenlegung der Gynäkologie/Geburtshilfe mit der Chirurgie, mit HNO und Urologie im Frühjahr 2013 zu einer interdisziplinären Station und dem Weggang und Langzeiterkrankungen von Kinderkrankenschwestern, ist das längst nicht mehr gegeben.

Eine weitere Forderung der drei Mediziner entsprechend den verschärften Leitlinien: ein eigener Kaiserschnitt-OP, der von den Kreißsälen aus barrierefrei zu erreichen ist. Die beiden Klinik-Operationssäle sind nur über eine Treppe oder mit dem Fahrstuhl erreichbar. Außerdem sollte eine festangestellte Leitende Hebamme für den Kreißsaal eingestellt und der geburtshilfliche Bereich innerhalb der neuen Station räumlich abgetrennt werden.

Bernd Tilenius betonte, erst müsste die geforderte personelle Besetzung realisiert sein, dann, im zweiten Schritt, würde man sich den baulichen Änderungen widmen. Die Frage stelle sich aber nicht, da man seitens der GNH alles versucht habe, um Fachkräfte für Wolfhagen zu finden. Ohne Erfolg. Inzwischen habe man die Suche eingestellt.

Abordnungen von anderen Kliniken der Holding seien dauerhaft auch keine Lösung.

Mehr dazu in unserer gedruckten Dienstag-Ausgabe.

Von Norbert Müller

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