Änderungen sollen noch dieses Jahr erfolgen

Die Gemeinde Bad Emstal will Raser mit Tempo 30 ausbremsen

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Änderung geplant: In Balhorn soll künftig im ganzen Ort Tempo 30 gelten, außerdem wird die Vorfahrt geändert. Bürgermeister Ralf Pfeiffer (links) und Ortsvorsteher Karl-Heinz Dorer zeigen Tempo-30-Schilder, im Hintergrund ist noch das aktuelle Schild zu sehen.

Balhorn. Für die Autofahrer bedeutet es eine Umstellung, für Kinder und Senioren bedeutet es mehr Sicherheit: Die Gemeinde Bad Emstal will Raser zunehmend ausbremsen.

In Balhorn beispielsweise soll nach dem Wunsch von Bürgermeister Ralf Pfeiffer nicht nur flächendeckend Tempo 30 gelten, sondern auch rechts vor links auf der Hauptstraße im Ort.

Wenn überall nur noch 30 gefahren werden darf, wird sich die Gesamtgeschwindigkeit reduzieren, ist sich Pfeiffer sicher. Aber allein durch Schilder erreiche man wenig, sagt er. Deshalb soll in Balhorn die Verkehrsregelung auf der Hauptverkehrsstraße geändert werden. „Das ist kostengünstig und bringt viel“, sagt der Verwaltungschef. Außerdem werde durch die neue Verkehrsregelung die Aufmerksamkeit erhöht.

Änderung noch 2015 

Viele Schulkinder seien nahe der Hauptstraße in Balhorn unterwegs, sagt Ortsvorsteher Karl-Heinz Dorer. „Es geht nicht um uns oder eine Erfolgsquote, sondern es geht um die Kinder und ältere Menschen“, betont er. Der Ortsbeirat habe sich schon häufiger darum bemüht, dass mehr Geschwindigkeitsmessungen gemacht werden, aber es mangele an Personal, sagt Dorer. Auch auf den Einfallstraßen in Orte werde meist schneller gefahren, kritisiert der Ortsvorsteher. Noch in diesem Jahr sollen die geplanten Änderungen durchgesetzt werden, sagt Pfeiffer.

Dass die Autofahrer erbost sein werden über die Veränderungen, kann sich der Bürgermeister nicht vorstellen. Für ihn spielt es keine Rolle, ob man 60 Sekunden braucht, um durch einen Ort zu fahren, oder 75 Sekunden. Objektiv gebe es keinen Zeitgewinn durch schnelleres Fahren, ist er sich sicher.

Verengungen der Fahrbahn ließen sich schwieriger umsetzen, sagt der Bürgermeister. Denn für die Landwirte mit ihren breiten Fahrzeugen sei das dann ein Problem.

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