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Gemeinde Habichtswald sucht eine Lösung für Mehrzweckhalle Dörnberg

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Von: Antje Thon

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Schlechte energetische Bilanz: Die Mehrzweckhalle Dörnberg ist für die Gemeinde Habichtswald ein Problemfall. Um Kosten und Energie zu sparen, müsste sie aufwendig saniert werden. Abriss und Neubau sind ebenfalls eine Option. Darüber entscheidet kommenden Donnerstag das Parlament.
Schlechte energetische Bilanz: Die Mehrzweckhalle Dörnberg ist für die Gemeinde Habichtswald ein Problemfall. Um Kosten und Energie zu sparen, müsste sie aufwendig saniert werden. Abriss und Neubau sind ebenfalls eine Option. Darüber entscheidet kommenden Donnerstag das Parlament. © Antje Thon

Gebäude ist energetisch ein Problem.

Dörnberg – Sie ist der Treffpunkt in Dörnberg – die Mehrzweckhalle. Doch eine energetische Sanierung des kommunalen Gebäudes scheint unabwendbar. Das haben Untersuchungen gezeigt, zu denen das Parlament den Gemeindevorstand vor einiger Zeit beauftragt hatte. Detaillierte Informationen dazu wird es während der Gemeindevertretersitzung am kommenden Donnerstag in Ehlen geben.

Damals sei es etwas drastisch ausgedrückt um die Frage gegangen, ob die Halle aus dem Jahr 1966 noch zu retten sei, sagt Habichtswalds Bürgermeister Dr. Daniel Faßhauer. Inzwischen sei klar, dass die energetische Bilanz des Bauwerks schlecht ist. Die Handlungsalternativen reichten von einer Sanierung des maroden Gebäudes bis hin zu seinem Abriss.

Faßhauer sieht drei Optionen: Variante 1 umfasst eine energetische Instandsetzung der Mehrzweckhalle in einem Rutsch. Vereine und Gruppen müssten dann während der Bauarbeiten auf eine Nutzung der Halle verzichten. Variante 2 würde eine abschnittsweise Sanierung bedeuten. Räume würden Zug um Zug energetisch fit gemacht, Vereine könnten die Halle weiterhin nutzen. „Beide Optionen haben aber einen Haken“, sagt der Rathauschef. Die Mehrzweckhalle bleibe ein altes Gebäude, und die Investitionssumme sei vergleichsweise hoch. Daher steht noch ein dritter Vorschlag im Raum, über den die Fraktionen am Donnerstag abstimmen sollen. Variante 3 sei gleichbedeutend mit einem Abriss, die Immobilie würde durch einen Neubau ersetzt, für den es zudem Fördermittel durch den Bund gebe. Die Vorteile liegen für Faßhauer auf der Hand: Die Kosten wären für die Gemeinde in etwa vergleichbar mit denen für die Varianten 1 und 2. Allerdings wäre die Investition mit deutlich niedrigeren Energiekosten verbunden.

Sollte sich das Parlament für den Abriss der Halle entscheiden, müsse am darauffolgenden Tag bei der zuständigen Stelle ein Förderantrag gestellt werden. „Es ist jetzt ganz, ganz knapp.“ Denn die Antragsfrist laufe noch vor Ende September ab, sagt der Bürgermeister, der in der Frage noch das Gespräch mit dem Landkreis Kassel sucht und mit der Denkmalschutzbehörde in Kontakt sei. So werde geprüft, ob die Mehrzweckhalle unter Denkmalschutz steht und überhaupt abgerissen werden darf.

Zum anderen wolle man beim Landkreis Kassel für eine Zusammenarbeit werben. Immer wieder mal sei die benachbarte Grundschule an räumliche Kapazitätsgrenzen gestoßen. Mit der Schaffung von weiteren Bauplätzen im künftigen Wohngebiet Panoramablick erwartet der Rathauschef einen Anstieg der Schülerzahlen. Räume in der Mehrzweckhalle würden für die Nachmittagsbetreuung der Schulkinder genutzt. Bei einem Neubau könne ganz anders geplant, alle Nutzungsoptionen könnten berücksichtigt werden. Das gehe von der Nachmittagsbetreuung über die Schulspeisung bis hin zu einer Angebotserweiterung, von der nicht nur die Vereine profitierten. Möglicherweise ließe sich eine neue Halle so attraktiv gestalten, dass mit ihr mehrere Bedürfnisse unter einen Hut gebracht werden können. (Antje Thon)

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