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Gesundheitszentrum geplant

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Von: Bea Ricken

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Baustelle an der Kurfürstenstraße in Wolfhagen
An der Kurfürstenstraße in Wolfhagen soll das Gesundheitszentrum gebaut werden. Die Investoren hoffen, noch im Sommer mit den Bauarbeiten starten zu können. © Bea Ricken

In den nächsten Jahren entstehen drei neue Gesundheitszentren im Waldeck-Wolfhager Land

Wolfhager Land – Als Strategie gegen den Hausärztemangel sollen auf Initiative der Hausarztgemeinschaft Waldeck-Wolfhager Land im kommenden Jahr drei baulich identische Gesundheitszentren in Nordhessen entstehen.

Aus Sicht von Sprecher Ralf Wittwer hat das Konzept Alleinstellungsmerkmal: Unter einem Dach gibt es jeweils eine Arztpraxis, eine Apotheke, einen Physiotherapeuten, ein Sanitätsgeschäft und weitere Anbieter wie Ergotherapeuten, Logopäden und Pflegedienste.

Die Zentren sollen im Schwalm-Eder-Kreis in Jesberg, in Waldeck-Frankenberg in Sachsenhausen und im Landkreis Kassel in Wolfhagen entstehen. Investiert werden insgesamt rund 13 Millionen Euro.

Seit Jahren verschärft sich der Hausärztemangel in der Region

Seit Jahren verschärft sich der Hausärztemangel in der Region. Viele Ärzte sind an der Altersgrenze und finden keinen Nachfolger, weil junge Mediziner sich vor der Selbstständigkeit scheuen oder nicht aufs Land wollen.

„Einzelkämpfer müssen ihr Privatleben komplett aufgeben und auf Familienleben verzichten. Das will keiner mehr heute“, sagt Arzt Ralf Wittwer.

Gesundheitszentren seien die Lösung: Ärzte können sich hier anstellen lassen und komplett flexible Arbeitszeiten wählen, ganztags, halbtags oder nur einen Tag in der Woche oder als Anteilseigner in die Projektgesellschaft einsteigen. Ziel ist es, für die Patienten eine Versorgung von morgens bis abends sicherzustellen.

In allen Zentren gibt es eine zentrale Rezeption mit Terminvergabe

In allen Zentren gibt es für die Anbieter eine kostensparende zentrale Rezeption mit Terminvergabe, Toiletten, ausreichend Parkraum, Aufzug und eine Reinigungsfirma, die für alle Partner zuständig ist.

Wittwer hält dieses Projekt für zukunftsfähig und dafür geeignet, die Gesundheitsinfrastruktur im ländlichen Raum zu erhalten. Mitnehmen möchte er alle ortsansässigen Gesundheitsanbieter, die sich einbringen möchten.

Auch Arzthelferinnen und weiteres Personal ist willkommen. Voraussichtlich im Sommer soll Baustart für die drei Gesundheitszentren sein. Wenn Auswirkungen durch Corona oder den Ukraine-Krieg nicht die Bauzeit verlängern, ist die Eröffnung in allen Orten für das kommende Jahr geplant. (Bea Ricken)

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