Feuerwehr Naumburg zog Jahresbilanz für 2009

Ein Großbrand und viele Fehlalarme

Auszeichnungen: Zahlreiche Ehrungen gab es während der Jahreshauptversammlung der Naumburger Feuerwehr. Foto: Privat/nh

naumburg. Das Jahr 2009 begann mit einem der größten Brände, den die Feuerwehren Naumburgs je zu bewältigen hatten: Am 7. Januar stand das Haus der Familie Völker an der Graf-Wiedukind-Straße in Flammen. In der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Naumburg erläuterte Wehrführer Bernhard Herchenröder in seinem Bericht die Fakten dieses Großbrandes, bei dem alle Wehren des Stadtgebietes sowie die Wehren aus Wolfhagen, Baunatal und die Berufsfeuerwehr Kassel (mit einem Atemschutzcontainer) im Einsatz waren, um ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude zu verhindern. 884 Stunden Arbeit leisteten die Feuerwehrleute insgesamt bei diesem Brand. Besonders schwierig sei der Einsatz wegen der eisigen Temperaturen gewesen - viel Schlauchmaterial sei kaputt gegangen.

Verkehrsunfälle, die Suche nach vermissten Personen, Wegräumen umgestürzter Bäume, ein Ölunfall und diverse kleinere Brände gehörten zu den insgesamt 39 Einsätzen der Naumburger Wehr. Hinzu kamen elf Alarme beziehungsweise Fehlalarme im Altenheim Haus am See und im Haus St. Martin. Zwei Alarmübungen - eine in Heimarshausen, eine an der Elbetalschule - waren 2009 angesetzt worden, drei Übungen des Katastrophenschutzzuges kamen hinzu. Erste und vordere Plätze belegten die Naumburger bei Knotenwettkämfen auf Stadt- und Kreisebene. Nach über 40 Jahren qualifizierte sich eine Mannschaft wieder für den Landesentscheid und belegte dabei den 15. Platz.

Insgesamt leisteten die Feuerwehrleute im vergangenen Jahr 5285 Stunden freiwilligen Dienst, davon allein 1877 für die Einsätze. Die Einsatzabetilung hat derzeit 54 Aktive.

Bürgermeister Stefan Hable nutzte die Gelegenheit, um die gute Zusammenarbeit der Wehren mit der Stadt zu loben, aber gleichzeitig wies er darauf hin, dass noch einiges zu tun sei und man so hart weiter arbeiten müsse wie bisher. Hable berichtete, dass sich die Einführung des Digitalfunks bis 2012 verzögern werde.

Stadtbrandinspektor Thomas Heger erklärte zum Schluss, dass das Unwort 2008 der Naumburger Wehr („Brandmeldeanlage“) auch 2009 wieder Unwort sei. Grund seien die zahlreichen Einsätze, die diese Anlagen verursacht hatten. „Es ist aber für 2010 Besserung in Sicht“, so Heger. Bei den Neuwahlen gab es keine Veränderungen: Vorsitzender bleibt Wolfgang Sprenger, Stellvertreter Martin Jacobi. Kassierer ist Anton Rabanus, Schriftführer Peter Jacobi und Pressewart Winfried Kramer wurden ebenfalls im Amt bestätigt. (red/bic)

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