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Großer Andrang bei mobiler Impfaktion in Wolfhagen

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Von: Bea Ricken

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Bei der Aktion in der Wolfhager Pommernanlage musste Impfstoff nachgeordert werden: Geimpft wird hier Ali von Notfallsanitäter Mark Pudenz.
Bei der Aktion in der Wolfhager Pommernanlage musste Impfstoff nachgeordert werden: Geimpft wird hier Ali von Notfallsanitäter Mark Pudenz. © Bea Ricken

Landkreis Kassel und German Dreams impfen in Flüchtlingsunterkünften in der Pommernanlage. Es musste sogar Impfstoff nachgeordert werden.

Wolfhagen/Fuldabrück – Fast hundert Geflüchtete ließen sich jetzt bei einer Impfaktion in Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis Kassel gegen die Omikron-Variante des Coronavirus impfen. Die bundesweit agierende Initiative German Dremas kooperierte dabei mit dem Landkreis Kassel. „German Dreams hat die Organisation übernommen und die Dolmetscher mitgebracht, wir waren mit dem Impfteam vor Ort“, so Kreissprecherin Alia Shuhaiber.

Arab Nasreullah wird in Fuldabrück von der medizinischen Fachkraft Petra März geimpft.
Arab Nasreullah wird in Fuldabrück von der medizinischen Fachkraft Petra März geimpft. © Landkreis Kassel

In der Wolfhager Pommernanlage musste sogar wegen des großen Interesses der Geflüchteten Impfstoff nachgeordert werden. Der Erfolg war unter anderem damit begründet, dass die Dolmetscher die Menschen in ihrer Sprache umfassend aufklären konnten.

„Bei so einem sensiblen Thema wie einer Impfung können wir den Geflüchteten die Unsicherheit nehmen, wenn sie sich mit jemanden in ihrer Muttersprache verständigen können“, erklärte Charlotte Roggenbruck, Projektmanagerin bei German Dreams. Nebenbei erhielten die Menschen dabei auch die Möglichkeit, über ihre Fluchterfahrungen zu sprechen.

Die Dolmetscher von German Dreams sprechen etliche Sprachen, unter anderem Arabisch, Persisch, Farsi, Kurdisch, Ukrainisch und Türkisch. In Wolfhagen und später in der Flüchtlingsnotunterkunft Fuldabrück wurden vorwiegend Geflüchtete aus Afghanistan, dem Iran und Irak sowie Eritrea geimpft.

Die gemeinnützige Bildungsinitiative German Dreams ist im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums seit März deutschlandweit unterwegs. Geimpft wird in Flüchtlingsunterkünften, Fußballstadien und Marktplätzen. Rund 30 Aktionen in 25 Städten gab es bisher.

Charlotte Roggenbruck German Dreams
Charlotte Roggenbruck German Dreams © Ricken, Bea

Ziel des Projektes ist es, den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, sie mehrsprachig über die Corona-Schutzimpfung zu informieren und ihnen ein niedrigschwelliges Impfangebot direkt vor Ort zu ermöglichen. „Wir freuen uns sehr, dass die Bundesregierung uns mit dieser Impfaktion unterstützt hat und das Angebot so gut angenommen wurde. Je mehr Menschen sich in unseren Unterkünften gegen das Coronavirus impfen lassen, desto höher ist die Sicherheit für alle Bewohner“, sagte Landrat Andreas Siebert.

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