Großer Andrang beim Aktionstag Elektromobilität in der Wolfhager Pommernanlage  

Elektrofahrzeuge: Verschiedene Autofirmen stellten ihre E-Autos für Probefahrten zur Verfügung.

Wolfhagen/Gasterfeld. Auf ein Motorgeräusch warteten viele der Besucher vergeblich, als sie während des Aktionstags Elektromobilität eine Probefahrt mit einem Elektrofahrzeug am Samstag in der Pommernanlage in Wolfhagen unternahmen, denn Strom bewegt nun einmal ein Auto geräuschlos.

Etwas lauter dagegen ging es in der Solarhalle der Herwig-Blankertz-Berufsschule zu, nachdem der Kreisbeigeordnete Andreas Siebert den Aktionstag eröffnet hatte. Dr. Jürgen Römer wies bei der Begrüßungsrede auf die Elektromobilitätsstudie Nordhessen hin, die den Rahmen für die Veranstaltung der beiden Landkreise Waldeck-Frankenberg und Kassel bildete. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir den Bürgern unseren Slogan näher bringen, dass die Zukunft in der Elektromobilität liegt“, erklärte Tanja Müller vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung Waldeck-Frankenberg. Und so nutzten viele Besucher die Gelegenheit, die verschiedenen Elektroautos der zahlreich vertretenen Autofirmen einmal näher zu betrachten und eine Probefahrt zu unternehmen. Die Resonanz fiel bei den Besuchern überwiegend positiv aus. Gute Erfahrungen mit einem Elektroauto seit zwei Jahren konnte Klaus Farr (Kassel) bestätigen, der gerade sein Fahrzeug an der Ladestation vor der Solarhalle „auftankte“.

Wer einen genaueren Blick unter die Motorhaube eines Elektroautos werfen wollte, konnte dies bei Berufsschullehrer Andreas Schulz und Sebastian Staffel in der Lehrwerkstatt der Berufsschule machen. Noch tiefer in die Materie ging Mark Braun von der PricewaterhouseCoopers GmbH mit seinem Referat über innovative E-Mobilitätskonzepte für die Region Nordhessen. Dabei befasste er sich mit dem flächendeckenden Ladestrukturnetz unter dem Aspekt des Sharings, des Tourismus, der betrieblichen Mobilität und des öffentlichen Nahverkehrs. Reichweite und Aufladen des des Elektrofahrzeugs waren nach Meinung der Zuhörer in der anschließenden Diskussion die Hauptprobleme der Elektromobilität.

Elektrofahrzeuge: Verschiedene Autofirmen stellten ihre E-Autos für Probefahrten zur Verfügung.

Großes Interesse bei den Besuchern fand auch der Info-Stand des Christian-Rauch-Gymnasiums (Bad Arolsen) über „Möglichkeiten und Grenzen der E-Mobilität in der Schule“. Die Arbeitsgemeinschaft „Grüne Schule CRS“ hat es sich zum Ziel gesetzt, vor Ort die Nutzung des erzeugten Stromes für die Mobilität und den Eigenverbrauch der Schule einzusetzen. Dazu wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die die Pläne der Arbeitsgemeinschaft positiv bewertete.

Um die Kunden von morgen kümmerten sich Mitarbeiter des Wassererlebnishauses (Fuldatal). Mit selbst gebauten Spielzeug-Solarautos und Windrädern konnten sie Kinder und Jugendliche begeistern und ihnen dadurch Umweltschutz und Nachhaltigkeit näher bringen. Fürs leibliche Wohl sorgten die Landfrauen Wolfhagen mit Waffeln und Gerhard Löber mit seinem Bratwurststand.

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