Windkraft - Stellungnahme des Stadtverordneten Peter Kranz

Grüne: Parallelen zum Asphaltmischwerk

Wolfhagen. Die „erneute Klarstellung“ der Niederelsunger CDU in der HNA, dass auch sie gegen den geplanten Windkraftstandort Rödeser Berg sei und eine Bürgerbefragung wolle, begrüßt Peter Kranz, Stadtverordneter der Wolfhager Grünen. Jetzt sollten sich auch die Wolfhager Stadtverordneten nochmals mit den Fakten, wie amtliche Gutachten und dem Verlust von landwirtschaftlichen Flächen als Ausgleich für die notwendigen Waldrodungen am Rödeser Berg beschäftigen, heißt es in einer Stellungnahme.

„Schwere Niederlage“

„Nach meinen Informationen“, so Kranz weiter, „soll sogar extra die Grenze, die Tiere und Wälder unter Schutz stellen, nur in Hessen angehoben werden, um Waldstandorte wie den Rödeser Berg für Windkraftanlagen genehmigungsfähig zu machen“. Wenn dies käme, würde der Natur- und Tierschutz erneut eine „schwere Niederlage“ einstecken müssen, so Kranz.

Die Ankündigung aus Landau, in direkter Nachbarschaft zum Standortübungsplatz einen Windpark zu bauen, zeige, dass es „entgegen der mehrfachen Aussagen des Bürgermeisters doch Möglichkeiten für einen interkommunalen Windpark geben könnte“.

Entmunitionierung

Fast zwei Jahre, nachdem in der Arbeitsgruppe der Klimaoffensive bereits Windmessungen am Rödeser Berg, im Hiddeser Feld und auf dem ehemaligen Standortübungsplatz empfohlen worden seien, seien Messungen noch nicht erfolgt. Diese vorbelasteten Standorte, so Kranz, „wurden auch wiederholt in der mittlerweile durch den Bürgermeister aufgehobenen Steuerungsgruppe empfohlen“. Eine Realisierung auf dem Standortübungsplatz würde darüber hinaus auch die Entmunitionierung vorantreiben. Bei den Arbeiten für die Berufsschule in der früheren Kaserne seien jüngst noch Granaten gefunden worden. Diese, über das ganze Gelände verteilten Munitionsteile, stammten von der im Zweiten Weltkrieg erfolgten Sprengung der damaligen Munitionsfabrik.

Auch die Gründung der Betreibergesellschaft für den Windpark sei bislang noch nicht erfolgt, meint Kranz. Beim Solarpark habe das von der Idee bis zum Betriebsbeginn gerade einmal neun Monate gedauert. Kranz: „Somit haben alle Wolfhager Bürger die bisherigen Kosten für Informationsfahrten, Werbematerial und vieles mehr bezahlt, obwohl diese eigentlich der Investor hätte tragen müssen.“ Parallelen zum per Wolfhager Bürgerentscheid verhinderten Asphaltmischwerk, seien da ganz offensichtlich. (red/awe)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.