Erweiterung ist nicht vorgesehen

Baureka präsentierte Pläne für Standort Igelsburg dem Habichtswalder Parlament

Baureka hält am Standort Igelsburg bei Dörnberg fest: Dazu müsste die Fläche in ein Sondergebiet umgewandelt werden. Die Planungshoheit hat das Habichtwalder Parlament.
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Baureka hält am Standort Igelsburg bei Dörnberg fest: Dazu müsste die Fläche in ein Sondergebiet umgewandelt werden. Die Planungshoheit hat das Habichtwalder Parlament.

Baureka hält am Standort Igelsburg bei Dörnberg fest. Geschäftsführer Dirk Röth legt Pläne dem Habichtswalder Parlament vor.

Dörnberg – Acht Millionen Tonnen Baumaterial hat die Baureka Baustoff-Recycling GmbH am Standort Igelsburg bei Dörnberg in den vergangenen Jahren bereits aufgearbeitet. Und geht es nach den Vorstellungen von Geschäftsführer Dirk Röth sollen künftig noch einige Millionen hinzukommen. Seine Pläne legte er Habichtswalds Gemeindevertretern während derer jüngsten Sitzung dar.

Die Baureka ist darauf angewiesen, dass sie vom Parlament dabei unterstützt wird, die Betriebserlaubnis, die im Jahr 2028 ausläuft, zu verlängern.

Doch ehe von den Fraktionen eine erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes vorgenommen, das Areal möglicherweise in ein Sondergebiet für das Behandeln und Lagern mineralischer Baustoffe umgewandelt und ein Bebauungsplan aufgestellt wird, sollte Röth auf Wunsch des Parlamentes seine Ziele erläutern.

Jährlich werden am Standort Igelsburg an der B 251 etwa 200 000 Tonnen Bauschutt recycelt. Etwa drei Viertel der Menge geht in den nahen Steinbruch der Firma Wegener (Menke) im Habichtswald, um diesen zu verfüllen. Spätestens im Jahr 2025 wird der Steinbruch als Abnehmer wegfallen, weil es in ihm nichts mehr zu verfüllen gibt. Die Betriebserlaubnis der Baureka ist derzeit noch an den Steinbruch gekoppelt, nach dessen Rekultivierung wäre auch für den Baustoff-Recycler nach weiteren drei Jahren Schluss. Doch Röth hat andere Pläne. Dann möchte er sich stärker auf sein zweites Standbein konzentrieren und damit auf den Handel recycelter Baustoffe. Etwa 50 000 Tonnen Material verlassen den an der Bundesstraße gelegenen Betrieb und werden beim Bau von Straßen wiederverwendet.

Dieser Anteil solle auf 179 000 Tonnen anwachsen, sagt Röth und betont, dass hierfür keine Erweiterung oder Vergrößerung des Geländes vorgesehen sei. Mit der Wiederaufbereitung mineralischer Baustoffe leiste sein Unternehmen einen Beitrag zum Kreislaufwirtschaftsgesetz. So müssten keine neuen Materialien produziert werden. Das wirke sich positiv auch auf das Klima aus. Denn die Herstellung von Beton, insbesondere die des Bindemittels Zement, sei sehr CO2-intensiv.

Sollte das Parlament sein Vorhaben unterstützen, das nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz zahlreiche Auflagen erfüllen und unter anderem auch eine Umweltprüfung bestehen müsse, werde sich für die Menschen in Habichtswald nicht viel ändern. „Es wird nichts anders gemacht als jetzt“, verspricht Röth.

Er könne sich vorstellen, bei einer Verlängerung der Betriebserlaubnis noch einmal in die Reifenwaschanlage zu investieren. Auch wolle er die an der Igelsburg beschäftigten Mitarbeiter dann bei der Gemeinde Habichtswald anmelden, sodass diese von der Steuer profitiere. (Antje Thon)

Gegründet im Jahr 1994

Die Baureka GmbH ist spezialisiert auf die Entsorgung, Aufbereitung und Wiederverwertung von mineralischen Bauabfällen sowie industriellen Rückständen und Nebenprodukten. Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben Dienstleistungen, die für ein ökologisches und wirtschaftliches Abfallmanagement erforderlich sind. Schwerpunkt bildet die Produktion von Recycling- und Sekundärbaustoffen für Straßen-, Erd- und Deponiebau. Die Baureka wurde 1994 gegründet. Neben der Igelsburg gibt es einen weiteren Standort an der Dennhäuser Straße in Kassel. 

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