Eingeschleppte Faulbrut

Bienen-Seuche: Sperrbezirk rund um Ehlen eingerichtet

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Die Amerikanische Faulbrut ist eine ansteckende, seuchenhafte Krankheit der Bienenbrut.

In einem Bienenbestand im Habichtswalder Ortsteil Ehlen ist die ansteckende Amerikanische Faulbrut festgestellt worden. Um eine Verbreitung der Seuche zu verhindern, wurde ein Sperrbezirk angeordnet.

Der Sperrbezirk des Veterinäramtes des Kreises Kassel umfasst die Gemarkung Ehlen, die Gemarkung Burghasungen östlich der Autobahn 44 sowie den südlichen Teil der Gemarkung Zierenberg von der Gemarkungsgrenze Ehlen/Zierenberg westlich entlang der Warme bis zum Morgenplatz, von dort entlang des Mühlenweges am Hof Welker/Kricke vorbei bis zur Kreuzung in Rohrbach und weiter bis zur A44.

Wie Landkreissprecher Harald Kühlborn mitteilt, müssen die Bienenvölker der Imker im Bereich des Sperrbezirks durch Amtstierärzte oder Bienensachverständige auf die Amerikanische Faulbrut hin untersucht werden. Alle Besitzer von Bienenvölkern im Sperrbezirk müssen den genauen Standort und die Anzahl der Bienenvölker an das zuständige Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz in Wolfhagen melden. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort im Sperrbezirk nicht entfernt werden. Zudem dürfen keine Bienen in den Sperrbezirk gebracht werden. Wer gegen die Anweisungen des Veterinäramtes verstößt, muss sich auf eine Geldbuße von bis 30.000 Euro gefasst machen.

Seuchenhafte Krankheit

Die Amerikanische Faulbrut ist eine ansteckende, seuchenhafte Krankheit der Bienenbrut. Sie wird durch Bakterien verursacht. Im Bienenstock erkranken die Bienenlarven und sterben ab. Weil der Nachwuchs ausbleibt, stirbt letzten Endes das ganze Bienenvolk. Menschen können sich an der Faulbrut nicht anstecken.

Der Erreger kann leicht von Bienenvolk zu Bienenvolk durch „Verfliegen“ der Bienen – so wird der Wechsel zu einem anderen Volk genannt – aber auch durch Honig, Futtervorräte, Wachs und Waben übertragen werden. Die Bazillen sind sehr widerstandsfähig und bilden Dauersporen, die jahrzehntelang keimfähig bleiben.

Die Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut ist laut Kühlborn eine sehr aufwendige Angelegenheit. So sind Imker gesetzlich verpflichtet, bereits den Seuchenverdacht dem zuständigen Veterinäramt anzuzeigen. Eine medikamentöse Behandlung befallener Völker bringt keinen Erfolg und ist in Deutschland wegen der Rückstandsproblematik verboten. Befallene Bienenstände werden nach den gesetzlichen Vorschriften entweder durch das soge-nannte Kunstschwarmverfahren behandelt oder getötet. Danach wird der Stand gründlich gereinigt und desinfiziert.

Weitere Informationen zur Sperrgebietsanordnung gibt es beim Amt für Veterinär- und Verbraucherschutz des Landkreises Kassel, in Wolfhagen, Tel: 05692/9870.

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