Verlegung von Glasfaserkabeln wird bis zu eineinhalb Jahre dauer

Breitbandausbau in Dörnberg: Alle sollen ans Netz

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Etwa 160 Bürger waren zur Infoveranstaltung der Gemeinde Dörnberg in die Mehrzweckhalle gekommen. So wie Peter Brinckmeier aus Dörnberg (stehend) hatten viele Bürger Fragen an Bürgermeister Thomas Raue und Stefan Finger als Vertreter der Firma Goetel aus Göttingen. 

Zu einem Info- und Werbeabend zum Thema Breitbandausbau hatten Bürgermeistern Thomas Raue, Oliver Brunkow als Breitbandkreiskoordinator und Stefan Finger als Projektleiter der Firma Goetel aus Göttingen am Dienstag interessierte Bürger eingeladen. 

Etwa 160 Bewohner waren in die Mehrzweckhalle gekommen und machten ihrem Unmut über die unbefriedigende Situation des fehlenden Breitbandausbaus in Dörnberg gleich zu Anfang Luft.

Vor allem die Tatsache, dass die Nachbargemeinde Ehlen von der Telekom einen kostenlosen Anschluss erhalten hat, erregte die Gemüter immer wieder. Bürgermeister Raue präsentierte nun mit der Firma Goetel eine mögliche Lösung der Internetversorgung der Dörnberger. Die Gemeindevertreter hatten in letzter Zeit viele Gespräche mit zwei Firmen für den Breitbandausbau geführt und sich letztendlich für die Firma Goetel und gegen die Firma „Deutsche Glasfaser“ entschieden.

Laut Bürgermeister sei entscheidend dabei gewesen, dass Goetel eine ortsansässige Firma ist und bei den ordnungsgemäßen Bauarbeiten andere ortsansässige Firmen mit ins Boot holt. Anschließend stellte Stefan Finger die 1998 gegründete Firma Goetel vor und klärte die Besucher über die technischen Einzelheiten, Produkte und Preise des Breitbandausbaus auf. Goetel vollzieht den Breitbandausbau wegen der physikalischen Unbegrenztheit ausschließlich mit Glasfaserkabeln anstatt mit Kupfer.

Das sei nach Meinung des Bürgermeisters und des Breitbandkreiskoordinators die Zukunft der Infrastruktur und eine einmalige Chance für den Ort. Einige der anwesenden Bürger waren jedoch noch nicht überzeugt und hatten weitere Fragen. So wollten einige Besucher wissen, wie der Ausbau auf ihren Grundstücken vor sich gehe und wie lange der gesamte Prozess dauern würde. Stefan Finger erklärte, dass die Firma nach etwa 600 Vertragsabschlüssen mit Anwohnern in Aktion treten und der Ausbau etwa ein bis anderthalb Jahre dauern würde.

Um Kosten zu sparen, könnten die Hausbesitzer den Anschluss ins Haus auch selbst verlegen. Er versicherte jedoch allen, dass nach Vertragsabschluss auch der entlegenste Aussiedlerhof ans Netz angeschlossen würde. Eine Frau aus dem Publikum war ungehalten darüber, dass die Gemeinde mit der Firma Goetel wohl schon eine Vorentscheidung getroffen habe. Sie hätte sich lieber persönlich einen Eindruck von beiden Bewerbern gemacht.

Am Ende der Veranstaltung hatten einige Besucher schon eine Entscheidung getroffen und die Auftragsformulare ausgefüllt. Die Mehrheit jedoch war sich noch unschlüssig und möchte sich noch weiter über die Angebote des Breitbandausbaus informieren. Bürgermeister Raue und die Firma Goetel versprachen den Bürgern die Möglichkeit zu weiteren Beratungen im Rathaus.

Von Ursula Neubauer

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