Glasfaseranbindung ab Frühjahr

Schnelles Internet ab Frühjahr: Goetel hat in Dörnberg mit Arbeiten begonnen

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Bereit für die Versorgung mit Glasfaser in Dörnberg: Oliver Brunkow vom Landkreis Kassel (von links), Andreas Weinreich, einer von zehn Multiplikatoren, die in Dörnberg für die Breitbandversorgung die Werbetrommeln gerührt haben, Andreas Hermanns von Connect Energie, Silas Bittmann, Geschäftsführer der Goetel und Bürgermeister Thomas Raue.

Etwa neun Prozent der deutschen Kommunen können beim Telefonieren und Surfen auf Glasfaser zurückgreifen. In einem halben Jahr wird es diese Möglichkeit auch in Dörnberg geben.

Die Firma Goetel wird den Habichtswalder Ortsteil bei der Versorgung mit schnellem Internet in die Zukunft führen. Der Startschuss hierfür erfolgte am Montag.

Mitarbeiter der Firma Connect Energie aus Neuss, eines von vier Generalunternehmern, die die Goetel für den Ausbau verpflichtet hat, werden sich in den kommenden Wochen mit den 350 Haushalten in Verbindung setzen, die einen Vertrag abgeschlossen haben und mit ihnen die Hausanschlüsse besprechen. 

Hierbei gehe es unter anderem um den Standort der Endgeräte in den Wohnungen, sagt Fabian Oblak Betriebsleiter bei Connect Energie. Festgelegt werde dann auch, wo auf dem Grundstück das Kabel entlanggeführt werde. Wenn alles gut laufe und das Wetter mitspiele, könne bereits im Januar mit den Bauarbeiten begonnen werden, kündigte Goetel-Geschäftsführer Silas Bittmann an. 

Zwölf Kilometer Glasfaser

Bis Mitte April, so das ehrgeizige Ziel, soll in Dörnberg in allen Straßen und auf einer Strecke von zwölf Kilometern das Glasfasernetz ausgelegt sein. In der Regel werde die Infrastruktur in einer Tiefe von 60 Zentimetern im Bereich der Gehwege verlegt, mitunter müssten aber auch Straßen aufgerissen werden. Zwischen 30 und 35 Mitarbeiter dürften in den ersten Monaten des kommenden Jahres mit den Arbeiten in Dörnberg beschäftigt sein, sagen Bittmann und Oblak.

Die 350 Verträge in Dörnberg bedeuten eine Haushaltsabdeckung von etwas mehr als 40 Prozent, das Ziel von 60 Prozent wurde damit verfehlt. Dass Dörnberg aber trotzdem angeschlossen wird, liegt daran, dass der Versorger aus Göttingen Habichtswald als Pilotkommune im Landkreis Kassel betrachtet.

Firma hofft auf Vertragsabschlüsse

Zudem habe die Goetel die Hoffnung, dass sich in den kommenden Wochen noch weitere Menschen im Rathaus melden, um einen Vertrag abzuschließen, sagt Bittmann. Grundsätzlich sei ein Anschluss zu jedem Zeitpunkt möglich, die Infrastruktur dafür könne ja bald angezapft werden. 

Allerdings dürften die Kosten für einen Hausanschluss dann bei 3000 bis 5000 Euro liegen. Denn der Aufwand für einen einzigen Anschluss sei deutlich größer und damit kostspieliger als für die nun anstehenden gebündelten Arbeiten.

2000 Haushalte hat die Goetel in diesem Jahr an die neue Technik angeschlossen, für das kommende Jahr sind 15 000 geplant. Im Fokus dabei stehen auch die Kommunen und Ortsteile im Landkreis Kassel. Dort wolle man in den kommenden drei Jahren die Versorgung mit Glasfaser abgeschlossen haben.

SPD sieht Infrastruktur als Standortfaktor

Für Habichtswalds Bürgermeister Thomas Raue (SPD) ist die Infrastruktur ein Standortfaktor, der bereits jetzt wichtig ist, in den kommenden Jahren aber noch gewaltig an Bedeutung zulegen wird. Schulen, Kitas, Feuerwehr, Geschäfte spielten für viele Menschen eine große Rolle, „doch Breitband ist das A und O“, sagt Raue. Selbst, wer später einmal seine Immobilie verkaufen wolle, habe bessere Karten, wenn das Haus ans Glasfasernetz angebunden ist.

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