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Dörnberger Schüler helfen ukrainischen Kindern

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Von: Sascha Hoffmann

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Im Namen der Grundschulkinder übergab Schulleiterin Katja Heidelbach die erlaufenen 8212 Euro an Rolf Schmidt vom Kinderhilfswerk Global Care.
Im Namen der Grundschulkinder übergab Schulleiterin Katja Heidelbach die erlaufenen 8212 Euro an Rolf Schmidt vom Kinderhilfswerk Global Care. © Hoffmann, Sascha

Sponsorenlauf in der Grundschule bringt 8000 Euro ein. Schüler beschäftigt der Krieg.

Dörnberg – Der Krieg in der Ukraine beschäftigt auch die Kinder der Dörnberger Grundschule. Immer wieder sind Schulleiterin Katja Heidelbach und ihre Kollegen mit Fragen rund um das Kriegstreiben konfrontiert worden, das Thema ist längst fester Bestandteil des Schulalltags. „Die Kinder sind da sehr empfänglich, vielleicht auch, weil wir jetzt einen ukrainischen Schüler haben, wodurch das Thema sehr transparent wird“, sagt Heidelbach.

Doch auch schon vorher war für die Dörnberger Grundschüler schnell klar, dass sie etwas für die Kinder im Kriegsgebiet tun wollten, und so entschieden sie sich, einen Sponsorenlauf zu organisieren. Fleißig trainierten sie ihre Ausdauer im Sportunterricht, suchten parallel nach Sponsoren und verteilten schließlich die Sponsorenkarten, auf denen Anfang Mai die am Sportplatz gelaufenen Runden eingetragen wurden.

Es hat sich gelohnt, satte 8212 Euro sind zusammengekommen, die Heidelbach gemeinsam mit den eifrigen Läufern jetzt an die Fritzlarer Kinderhilfsorganisation Global Care übergeben hat. „Das war wirklich der Wahnsinn, die Kleinen sind gelaufen und gelaufen, waren unglaublich motiviert, das hat allen unglaublich viel Freude bereitet“, sagt Heidelbach, die mächtig stolz auf ihre Schützlinge ist. Über die große Spendensumme freute sich auch Rolf Schmidt von Global Care, dem Kinderhilfswerk mit Sitz in Fritzlar, das Kindern in der ganzen Welt hilft, auch in der Ukraine.

Gruß und Hilfe in die Ukraine

„Wie Ihr alles wisst, ist es dort gerade ganz schlimm, weil alles kaputtgemacht wird“, so Schmidt zu den Grundschülern. „Stellt euch vor, eure Schule und alle Häuser wären kaputt, ihr müsstet in Zelten schlafen, auch wenn es kalt und nass ist, das ist gar nicht lustig.“ Es sei großartig, was die Dörnberger Schüler auf die Beine gestellt hätten, denn „dadurch kann nun ein Gruß quer durch Europa in die Ukraine geschickt werden“.

Im Mittelpunkt der Arbeit von Global Care steht der Mensch, der unterwegs ist in eine bessere Zukunft. Hilfe wird allen Menschen gewährt, unabhängig von Geschlecht, Religion, Volksgruppe oder politischer Zugehörigkeit. Die Organisation setzt sich wirkungsvoll dafür ein, dass Kinder in Not qualifizierte Bildung, gesunde Ernährung, sauberes Trinkwasser und eine gute medizinische Versorgung erhalten.

Global Care will Hilfebedürftigen die Führung eines Lebens ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht. Alle Hilfsprojekte sind auf die Bedürfnisse der Menschen im Einsatzland abgestimmt und nachhaltig angelegt, damit sie zur Selbsthilfe umgesetzt werden. (Sascha Hoffmann)

Info: kinderhilfswerk.de

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