Mit der Waldjugend nach Südamerika

Dörnbergerin hilft beim Aufforsten des Regenwaldes in Brasilien

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Fühlt sich in der Natur am wohlsten: Seit ihrem sechsten Lebensjahr engagiert sich Nina Busch für den Naturschutz. Nun fliegt sie zusammen mit neun weiteren jungen Menschen nach Brasilien, um beim Erhalt des Regenwaldes zu helfen.

Dörnberg. Brasilien wird für Nina Busch ein Abenteuer. Die 20-jährige Dörnbergerin wird Anfang August für dreieinhalb Wochen in den Bundesstaat Bahia fliegen, um dort an der Kakao-Küste den Regenwald aufzuforsten.

Nina Busch ist eine von zehn Jugendlichen aus ganz Deutschland, die von der Deutschen Waldjugend für das Hilfsprojekt ausgewählt wurden. Unter ihnen ist auch die Habichtswalderin Kira Schnellbächer.

Nina Busch hofft am Ende ihrer Reise auf den Gedanken, „anderen Menschen geholfen zu haben.“ In Deutschland habe sich ein gutes Nachhaltigkeitssystem etabliert, sagt sie. Das Konzept, nicht mehr Bäume zu fällen als nachwachsen können, bildet die Grundlage einer ressourcenschonenden Fortswirtschaft. In Brasilien hingegen seien die Menschen noch nicht so weit. Auf einer Fläche von 200 Hektar will die junge Frau, die in Kassel Soziale Arbeit studiert, zusammen mit anderen Freiwilligen mindestens 1000 Bäume pflanzen. „Ich freue mich riesig, dabei zu sein.“

Bereits in Schweden und Irland geholfen

Ehrenamtliches Engagement ist für Nina Busch nichts Neues. In Schweden und Irland hat sie bereits bei Naturschutzprojekten geholfen. Und wenn sie Ende August zurückkommt, bricht sie nach Island auf, um dort Natur und Menschen kennenzulernen. Seit ihrem sechsten Lebensjahr ist Nina Busch Mitglied der Waldjugend-Ortsgruppe Warmetal. Inzwischen leitet sie die 25 Mitglieder starke Gemeinschaft, die in Habichtswald und Umgebung aktiv ist. 

Die 20-Jährige liebt die Natur, ist, wann immer es geht, draußen unterwegs. Besondere Freude empfindet sie, wenn sie ihre Begeisterung für Wälder, Wiesen und Wasser mit Gleichgesinnten teilen und diese auch noch an Kinder und Jugendliche weitergeben kann. Deshalb will sie im Herbst eine neue Gruppe für Kinder ab fünf Jahre eröffnen – interessierte Eltern können ihr eine Mail schreiben (nb@waldjugend-hessen.de).

Immer schwieriger, Interesse an Natur zu wecken

Jeden Samstag treffen sich die Mitglieder der Waldjugend in ihrem Domizil, einer Holzhütte in der Ferienhaussiedlung zwischen Dörnberg und Ehlen. Die jungen Leute pflegen dann – manchmal zusammen mit dem Naturschutzbund – Flächen, legen Naturschutzgebiete an, kümmern sich um Streuobstwiesen und bauen Nistkästen. Oder sie übernachten zusammen in der freien Natur. 

Dabei stellt die Dörnbergerin fest, dass es immer schwieriger wird, bei Kindern das Interesse für die Natur zu wecken. „Früher sind wir einfach mehr hinausgegangen“, sagt die Studentin, die als Grund für diesen Trend die auch zunehmende Nutzung von Smartphones und Tabletts schon im Kindesalter ausmacht.

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