Am 3. April

Infoabend für Bürger zu Perspektiven für „Hute am Seilerberg“ bei Ehlen

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Schafe als Naturschützer: Im Naturschutzgebiet der Nabu-Stiftung am Seilerberg halten die Wollträger die Rasen kurz. Die Vierbeiner sollen künftig von Herdenschutzhunden begleitet werden.

Ehlen. Über den aktuellen Stand der Dinge und über die Perspektive der „Hute am Seilerberg“ können sich Bürger auf einer Informationsveranstaltung in Ehlen informieren.

Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 3. April, von 18 bis 20 Uhr im kleinen Saal des Dorfgemeinschaftshauses Ehlen. Im Kern geht es dabei um die Frage, wie die Interessen von Naturschutz, Schafhaltung und Besuchern unter einen Hut gebracht werden können.

Auf dem Gelände des ehemaligen Standortübungsplatzes oberhalb Ehlens hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Zunächst verschwand der Zaun, dann die Warnschilder, die auf den militärischen Sperrbereich hinwiesen und schließlich die beiden alten Panzer. Es folgten Jahre des vermeintlichen Wildwuchses. Die Natur eroberte sich Schützengräben und Panzerstraßen zurück und immer mehr Menschen entdeckten diese Fläche als Naherholungsgebiet zum Joggen, Fahrradfahren und Spazierengehen.

Schafe beweiden die Hute am Seilerberg

Seit einigen Jahren tut sich wieder was am Seilerberg. Das Gelände wird beweidet, Schafe halten die mageren Wiesen kurz und verhindern eine Ausbreitung des Waldes. Begleitet werden die Tiere nicht nur von ihrem Schäfer, sondern auch von Hunden.

Diese Tatsachen haben bei vielen Menschen Fragen aufgeworfen: Wer entscheidet, was dort geschieht? Gibt es einen Nutzungsplan für die Zukunft? Handelt es sich um einen öffentlichen Bereich? Handelt es sich um ein Naturschutzgebiet? Wem gehört der Bereich überhaupt? Warum Beweidung durch Schafe? Welche Auswirkungen haben diese Pläne auf die Bürger?

Während der Veranstaltung soll zunächst über den aktuellen Stand der Dinge und über die Perspektive der „Hute am Seilerberg“ informiert werden, sagt der Habichtswalder Arne Winkler, der die Idee zu dem Treffen hatte.

Im Anschluss an die Vorträge findet eine Fragerunde statt. Gesprächspartner sind Dina Schmidt, Geschäftsführerin der Nabu-Stiftung Hessisches Naturerbe, Michaela Kleemann, Expertin für arbeitende Herdenschutzhunde, Reinhard Markon, Schäfer am Seilerberg und Thomas Raue, der Bürgermeister von Habichtswald. 

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