Gemeinde profitiert von Landesprogramm, das auf Städte zugeschnitten ist

Für schönere Orte in Habichtswald

Wünschen sich mehr Attraktivität in den Ortsteilen: Habichtswalds Bauamtsleiter Manfred Zenker (links) und Bürgermeister Dr. Daniel Faßhauer. Sie freuen sich, dass die Gemeinde vom Fördertopf des Landes „Zukunft Innenstadt“ profitieren wird. Unter anderem sollen Ideen für den Kressenborn in Dörnberg entwickelt werden.
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Wünschen sich mehr Attraktivität in den Ortsteilen: Habichtswalds Bauamtsleiter Manfred Zenker (links) und Bürgermeister Dr. Daniel Faßhauer. Sie freuen sich, dass die Gemeinde vom Fördertopf des Landes „Zukunft Innenstadt“ profitieren wird. Unter anderem sollen Ideen für den Kressenborn in Dörnberg entwickelt werden.

Vom Titel des Landesprogramms – „Zukunft Innenstadt“ – hat sich die Gemeinde Habichtswald nicht abschrecken lassen. Heidi Weber vom Bauamt der Gemeinde studierte die Förderkriterien exakt, stellte eine gewisse Passgenauigkeit fest und brachte eine Bewerbung auf den Weg.

Habichtswald - So kommt es nun, dass sich unter den 110 hessischen Kommunen nur eine einzige Gemeinde befindet, die von einem Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro profitieren wird, sagt Habichtswalds Bürgermeister Dr. Daniel Faßhauer nicht ohne Stolz. Bei den restlichen Kommunen handelt es sich um Städte. Aus dem Landkreis Kassel gehören noch Wolfhagen, Baunatal, Grebenstein und Hofgeismar zu den Mittelempfängern.

Ziel des Programmes ist es, innerörtliche Plätze attraktiver zu gestalten. In Dörnberg könnte dies der Kressenborn sein. Spielplatz und Parcours machten den Ort, den auch Wohnmobilisten anfahren, bereits zu einem Anziehungspunkt. Er werde von Kindern ebenso angenommen wie von Walking- und Sportgruppen. Bei der Betonfläche allerdings, an deren Rändern sich zwei Basketballkörbe befinden, sei noch Luft nach oben, sagt Faßhauer.

Ein weiteres Problem in Dörnberg: Die Menschen vermissen ein gastronomisches Angebot. „Vielleicht ließe sich da das ehemalige Pfarrhaus der evangelischen Kirchengemeinde einbinden“, sagt der Rathauschef, der sich für das Haus eine gemeinschaftstiftende Belebung wünscht, vielleicht ein Café oder ein Mehrgenerationentreffpunkt. Aktuell stehe die Immobile leer, der Kirchenvorstand mache sich über eine Nutzung bereits Gedanken. Am hübschen Kirchplatz in Ehlen wiederum fehle es an Sitzplätzen, die zum Verweilen und Schnuddeln einladen könnten.

Wichtige Vorgabe des Landes an die Kommunen, die einen Eigenanteil von 15 Prozent an den Kosten übernehmen müssen: Bei der Gestaltung der Ortskerne sollen die Bürger beteiligt werden. Es geht nicht darum, ein von der Verwaltung vorgezeichnetes Konzept umzusetzen, sondern mit den Menschen vor Ort Ideen zu entwickeln und zu realisieren. Wie das geschehen könnte, hätten die Habichtswalder bereits mit ihrer Beteiligung in der Zukunftskommission erprobt, so Faßhauer. Und so soll es in den kommenden Monaten Informations- und Diskussionsveranstaltungen geben, zu denen auch ein versierter Planer hinzugezogen wird. Eine Arbeitsgruppe soll eingerichtet werden, die die Vorschläge aus der Bürgerschaft aufgreift und in Konzepte gießt. Unterstützung bei diesem moderierten Prozess gibt es von Experten. Das Geld fließt vor allem in den Diskus mit den Bürgern. Insgesamt stellt das Land Hessen 40 Millionen Euro bereit. Auf diese Weise sollen Mittelpunkte in den Orten entstehen, Spielräume für soziale, kulturelle und emotionale Andockmöglichkeiten für alle.

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