Gemeinde Habichtswald 

Ausblick der Gemeinde: Im September steht Wahl des Bürgermeister für das Jahr 2021 an

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Wohin geht die Reise? Antworten auf diese Fragen, die die Entwicklung der Gemeinde Habichtswald betreffen, sollen eine Reihe von Konzepten geben, an denen (von links) Janine Gebhart (Hauptamt), Alexander Ashauer (Ordnungsbehördenbezirk), Bürgermeister Thomas Raue und Manfred Zenker (Bauamt) mitgearbeitet haben.

Das neue Jahr wird für die Gemeinde Habichtswald ein besonderes. Nicht nur, dass die Bürger im September einen neuen Bürgermeister für Anfang 2021 wählen.

Amtsinhaber Thomas Raue (SPD) wird die Zeit bis zur Übergabe der Geschäfte an seinen Nachfolger Anfang 2021 auch dafür nutzen, um mit seinem Team die Grundlagen für Entscheidungen der kommenden Jahre vorzubereiten.

Arbeit findet im Rathaus statt

Und diese Arbeit findet vor allem im Rathaus statt. Da ist in diesem Jahr wenig Konkretes, das die Bürger als Veränderungen vor der Haustür verfolgen können. Vieles an Ideen steckt in den Köpfen seiner Mitarbeiter oder in Konzepten, die die Bereiche Kindertagesstätten, Radwege, Arten- und Naturschutz, Wohnen, Bauhof, Jugendarbeit, Ferienbetreuung und Tourismus abdecken.

Kleines Hotel wäre eine feine Sache 

Beim Stichwort Tourismus schildert Raue seine Überlegungen: „Wir wollen die Zahl der Übernachtungen in Habichtswald erhöhen.“ Aktuell gibt es in Dörnberg und Ehlen nur Betriebe unter zehn Betten. Ein kleines Hotel wäre eine feine Sache. Wo das entstehen und wer es bauen soll, bei dieser Frage, hebt Raue die Hände. Konkretes gäbe es da nicht. Neben einem Hotel hält er auch eine Gastronomie in Dörnberg für möglich – als Neubau oder durch Nutzung des Bestands. Hierzu würden in diesem Jahr Gespräche geführt. Seit einigen Jahren gibt es in Dörnberg keine Gaststätte mehr.

Ein großes Thema: Der Heckenschnitt 

Einen großen Schritt vorankommen will der Rathauschef auch beim Naturschutz. Aufgabe des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses wird es sein, aus einer großen Palette an Aufgaben eine Auswahl zu treffen. Ein heißes Eisen ist der Heckenschnitt, das Thema spaltet die Habichtswalder. So muss entschieden werden, ob die Hecken auf den Flächen der Gemeinde künftig auf die zeit- und kostenintensivere Art geschnitten werden soll. Davon würde die Natur am stärksten profitieren. Oder soll alles so bleiben, wie es ist? Dann käme der Gestrüppmähkopf zum Einsatz, der Heckenschnitt bliebe liegen, und der Gemeinde entstünden keine zusätzlichen Kosten.

Zusammenarbeit mit Zweckverband Raum Kassel

Handlungsbedarf sieht Raue zudem beim Wohnungsbau. Auch deshalb strebt er eine Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Raum Kassel an. Dessen Ziel ist die wirtschaftliche und bauliche Entwicklung Kassels und seines Speckgürtels. In den fällt auch Habichtswald. Orientiere man sich am demografischen Wandel, müssten in Kassel jährlich 2000 Wohnungen entstehen. „Das aber ist nicht zu schaffen“, sagt Raue. Deshalb könne Habichtswald mit einer durchdachten Wohnungsbaupolitik profitieren, indem es Flächen anbiete.

Ideenwerkstatt für alle Bürger 

Direkt einbringen können sich die Habichtswalder, wenn es um die Ausrichtung und künftige Ziele ihrer Gemeinde geht. Im Herbst 2018 hatten sie Wünsche und Ziele benannt, die ihnen bei der weiteren Entwicklung der Kommune wichtig sind. Nun soll es im Laufe des Jahres eine Ideenwerkstatt geben, in der die Bürger konkrete Maßnahmen formulieren, sagt Janine Gebhart vom Hauptamt.

Generell wird in diesem Jahr viel im Hintergrund passieren. „Wir haben den Blick nach innen gerichtet“, sagt Raue.

Kanäle in Dörnberg werden saniert

Die für dieses Jahr geplanten Investitionen in Habichtswald sind überschaubar. 400 000 Euro sind vorgesehen für die Sanierung des Kunstrasenplatzes in Dörnberg und Arbeiten am Sportplatz in Ehlen. Zudem sind Arbeiten am Abwassersystem in Dörnberg erforderlich, die Kosten werden auf 250 000 Euro geschätzt. Besucher des Freibades müssen in der neuen Saison auf den Drei-Meter-Sprungturm verzichten. Der zeigt Alterungserscheinungen und muss abgebaut und saniert werden – hierfür sind 25 000 Euro vorgesehen.

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