Ehrenamtliches Engagement

Gemeinde Habichtswald hat nun zwei Senioren- und Behindertenbeauftragte

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Haben ein neues Ehrenamt übernommen: Ingeborg Crede ist die erste Senioren- und Behindertenbeauftragte der Gemeinde Habichtswald. Wolfgang Behrens ist ihr Stellvertreter.

Habichtswald - Ingeborg Crede ist die erste Senioren- und Behindertenbeauftragte der Gemeinde Habichtswald. Wolfgang Behrens ist ihr Stellvertreter. 

Die Wünsche und Sorgen alter Menschen liegen ihnen am Herzen. Im Sozialverband VdK Dörnberg engagieren sich Ingeborg Crede (71) und Wolfgang Behrens (69) – sie ist die Vorsitzende, er der Kassierer. Nun haben beide ein neues Ehrenamt übernommen, das nichts mit dem VdK zu tun hat, aber eben doch mit Senioren und Behinderten.

Ingeborg Crede ist die erste Senioren- und Behindertenbeauftragte der Gemeinde Habichtswald. Wolfgang Behrens ist ihr Stellvertreter.

Das Gemeindeparlament hatte beide in der vergangenen Woche einstimmig in das Ehrenamt gewählt. Eigentlich, so die 71-Jährige, hätten sich die Ämter zwei Personen aus Ehlen und Dörnberg teilen sollen. Aus Ehlen habe sich aber niemand gemeldet. Für Crede und Behrens kein Problem – ihnen gehe es ohnehin darum, Sprachrohr für Bürger aus beiden Ortsteilen zu sein.

Rücksicht nehmen auf die Bedürfnisse älterer Menschen 

Grundsätzlich sei die Gemeinde bei der Seniorenarbeit gut aufgestellt. Zu hohe Bürgersteige oder Bushaltestellen, die nicht barrierefrei wären, gebe es in Habichtswald nicht. Überall, wo Straßen erneuert würden, werde auf die Bedürfnisse älterer und behinderter Menschen Rücksicht genommen.

Als sich etwa die Beschwerden wegen der schweren Eingangstür zum Rathaus häuften, sei ein automatischer Türöffner installiert worden, sagt Behrens. Selbst einen Seniorenwegweiser hat die Gemeinde herausgebracht.

In der Broschüre gibt es reichlich Informationen und Hinweise, die Angehörigen der älteren Generation den Alltag erleichtern. 

Einsamkeit ist ein Problem

Probleme treten an anderer Stelle auf: „Viele Menschen sind einsam“, sagen beide. Oft treffe sich Crede mit älteren Menschen zum Kaffee, hin und wieder koche sie auch für Senioren, die sich über eine Alternative zum „Essen auf Rädern“ freuten. Die Gespräche empfindet die Dörnbergerin als bereichernd, und natürlich schnappe sie dabei auch das eine oder andere Problemchen mit auf.

Manchmal seien es kleine Dinge, wie der Wunsch nach einer weiteren Bank für den Friedhof. Die Älteren trauten sich nicht, ins Rathaus zu gehen und ihre Bedürfnisse anzusprechen. Genau dafür gibt es nun die beiden Seniorenbeauftragten.

Ansprechpartner wollen sie auch für Behinderte sein. Unter ihnen gebe es einige, auch junge Menschen mit tollen Ideen. Behrens seinerseits, selbst seit 50 Jahren schwerbehindert, habe viele Tipps parat und bietet Hilfe etwa beim Ausfüllen von Anträgen an.

Kontakt: Ingeborg Crede, E-Mail: e.crede@hotmail.de, 05606/561717.

Wolfgang Behrens, E-Mail: behrens-wo@t-online.de, 05606/9772.

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