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Gemeinde Habichtswald möchte in Ehlen 2,2 Hektar Fläche entwickeln

Benötigt mehr Platz: Die TapMed GmbH. Schon vor einiger Zeit stellte das Unternehmen der Gemeinde Habichtswald Rathaus seine Erweiterungspläne vor. Die Fläche hinter dem Betriebsgelände soll als Gewerbe- und Mischgebiet ausgewiesen werden. Die Planungen hierzu laufen.
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Benötigt mehr Platz: Die TapMed GmbH. Schon vor einiger Zeit stellte das Unternehmen der Gemeinde Habichtswald Rathaus seine Erweiterungspläne vor. Die Fläche hinter dem Betriebsgelände soll als Gewerbe- und Mischgebiet ausgewiesen werden. Die Planungen hierzu laufen.

Die Gemeinde Habichtswald möchte in Ehlen eine 2,2 Hektar große Fläche entwickeln.

Habichtswald – Mehr Platz für Gewerbetreibende, doch nicht nur für sie. Zumindest auch ein Teil der Menschen, die sich in Habichtswald ihren Traum vom Wohnen erfüllen möchten, könnten dazu in einigen Monaten die Chance bekommen. Am Rande Ehlens auf einer derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen Finkenweg und dem bestehenden Gewerbegebiet könnten beide Vorhaben umgesetzt werden.

Das Habichtswalder Parlament gab für die nun anstehenden Planungen und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange grünes Licht, allerdings trafen die Fraktionen die Entscheidungen im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Sitzung. Denn in der zunächst öffentlich geführten Debatte stellte sich heraus, dass einigen Gemeindevertretern wichtige Informationen fehlten, die vor allem Grundstückspreise und Kosten betreffen.

Bereits vor einigen Jahren hatten sich Gewerbetreibende im Rathaus nach Bauland erkundigt. Die Gemeinde reagierte und brachte die Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes auf den Weg, allerdings mit der Auflage, die im Flächennutzungsplan noch für eine rein gewerbliche Nutzung ausgewiesenen Flächen in Mischbauflächen umzuwandeln. Dass sich das Parlament nun erneut mit dem Thema befasste, hat auch den Grund, dass die Eigentümerin des nordöstlich angrenzenden Grundstücks – derzeit ebenfalls Ackerland – nun Verkaufsbereitschaft signalisiert hat. Die Hessische Landgesellschaft (HLG) führt demnächst die Kaufverhandlung.

Gewerbegebiet in Ehlen

Somit, so Bürgermeister Dr. Daniel Faßhauer, gehe es nun nicht mehr nur um 14 000 Quadratmeter, sondern perspektivisch um zusammen etwa 2,2 Hektar. Und auf der gesamten Fläche sollen nun drei Bereiche zur Geltung kommen: Gewerbe, Wohnen und ein Mischgebiet. Wie die verschiedenen Nutzungsarten aufzuteilen sind, sei Gegenstand der gegenwärtigen Planungen, so der Rathauschef. Das Parlament fasste in der vergangenen Woche nur Beschlüsse über den Teil, der sich bereits in Besitz der HLG befindet. Der Planungsentwurf sieht dort Gewerbe und Wohnbebauung vor.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die TapMed GmbH, die sich auf den Handel mit Medizintechnik spezialisiert hat und vor fünf Jahren von Schauenburg-Hoof nach Ehlen gezogen ist, mehr Platz benötigt. Das hatte sie bereits vor einiger Zeit gegenüber der Gemeinde deutlich gemacht. Vorgesehen ist nun, einen etwa 6400 Quadratmeter großen Teil als Mischgebiet auszuweisen. Dort könne das Unternehmen seinen Standort erweitern und Wohnraum schaffen, sagt Faßhauer und räumt ein, dass die Gemeinde ein wenig aufs Tempo drücken müsse, wenn sie das Unternehmen in Ehlen halten wolle. Mit der Entscheidung des Parlaments in der vergangenen Woche habe sich die Lage entspannt. Wenn es keine Widersprüche zur Planung und zu den Aussagen der Träger öffentlicher Belange gebe, könnte nach dem Sommer die Baugenehmigung vorliegen. Darüber hinaus soll auf der Fläche noch weiterer Wohnraum entstehen. Allerdings steht derzeit noch nicht fest, in welcher Form, ob als Reihenhäuser oder als bezahlbare Wohnungen in Gebäuden mit mehreren Parteien.

Die zunächst erwarteten hohen Kosten für die Umwandlung des Ackerlandes in Bauland und die unverhoffte Verkaufsbereitschaft der Eigentümerin seien Gründe, weshalb die bisherigen Planungen noch einmal angepasst werden müssen, sagt Faßhauer. Denn je größer eine Fläche sei, die erschlossen werden solle, umso wirtschaftlicher werde es am Ende für die Kommune. Straßen, Regenrückhaltebecken, Beleuchtung, Ingenieurleistungen – all das könne auf mehrere Parteien umgelegt werden, die dann später von der HLG ein Grundstück erwerben. (Antje Thon)

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