Klettern, kicken, klönen

Parlament gibt grünes Licht für generationenübergreifenden Treffpunkt in Ehlen

 Der Bolzplatz am Friedhofsweg in Ehlen in seiner derzeitigen Form.
+
Trostlos und wenig einladend: Der Bolzplatz am Friedhofsweg in Ehlen in seiner derzeitigen Form. Nun will die Gemeinde in einen modernen Spielplatz für ältere Jugendliche und Kinder investieren, der die Generationen zusammenführt.

Attraktive Spielgeräte für ältere Kinder und Jugendliche – das ist eines der Ziele, das die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (AG) Spielplatz am Friedhofsweg in Ehlen umsetzen möchte.

Habichtswald - Mit dem Beschluss eines Antrags von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen durch Habichtswalds Gemeindevertreter ist dieses Vorhaben nun einen wichtigen Schritt vorangekommen. Mitglieder der WGH-Fraktion lehnten den Antrag ab beziehungsweise enthielten sich am Donnerstagabend.

Beabsichtigt ist, den derzeit eher lieblos anmutenden Bolzplatz nahe der Warme mit neuen Geräten aufzuwerten und ihn zu einem generationenübergreifenden Treffpunkt zu gestalten. Wie Arne Winkler, Vorsitzender des Sozial-, Kultur und Tourismusausschusses, sagte, wollen die Mitglieder der AG eine Grüppchenbildung verhindern und einen Platz mit einer großen sozialen Schnittmenge schaffen.

Zu den Elementen, die auf dem Gelände aufgebaut werden sollen, gehören eine Kletteranlage (Wall-holla), ein Skater- und BMX-Park sowie ein Fußball-, Streetball- und Basketballfeld. Daneben soll es Ruhezonen, einen Barfußpfad, Spieltische und Tischkicker auch außerhalb des umzäunten Bereiches geben. In die Konzeption der AG eingeflossen sind die Ergebnisse einer Zukunftswerkstatt, in der Kinder und Jugendliche aus Habichtswald ihre Wünsche geäußert hatten.

Stellungnahmen der Unteren Wasserbehörde und der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Kassel stehen noch aus. Insbesondere mit Blick auf die Warme, die vor mehr als zwei Jahren aufgrund des Gefahrenpotenzials für kleinere Kinder zu einem Abbau des Spielplatzes geführt hatte, müssten die Pläne bewertet werden, sagt Bürgermeister Dr. Daniel Faßhauer. Vorgesehen sei aber in jedem Falle eine Schutzvorrichtung zwischen Bach und Spielplatz.

Könnten einzelne Elemente am Friedhofsweg nicht errichtet werden, sollen sie an einem anderen Standort in Ehlen umgesetzt werden, etwa am Erlegrill. Die Kosten für das Projekt belaufen sich laut Schätzung auf 300 000 Euro. 135 000 Euro sollen der Hessenkasse entnommen, 15 000 Euro aus dem Haushalt der Gemeinde beigesteuert werden. Für den offenen Betrag von 150 000 Euro baut die Gemeinde auf Fördertöpfe. Falls Habichtswald von keinem der fraglichen Programme profitieren sollte, dann stünden nur die Mittel aus Hessenkasse zusammen mit dem Eigenanteil der Kommune zur Verfügung, so Faßhauer.

Dr. Anna Kuntzsch, Fraktionsvorsitzende der WGH, begründete die fehlende Zustimmung zum Antrag der übrigen Fraktionen mit der kostenintensiven Anschaffung einer Wall-holla. Jugendliche würden das Gerät nicht kennen, es sei unschön und verwittere schnell. Ohne das Gerät hätte die WGH dem Vorhaben zugestimmt. (Antje Thon)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.