Sitzung der Gemeindevertreter 

Habichtswald: Aschenbecher oder Rauchverbot im Schwimmbad?

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Die Gemeindevertreter der Gemeinde Habichtswald treffen sich Anfang September. (Symbolbild)

Am Dienstag, 3. September, treffen sich die Gemeindevertreter von Habichtswald. Die CDU und SPD-Fraktion haben Anträge eingereicht. Es soll auch um ein Rauchverbot im Schwimmbad gehen. 

Mit der Wohnanlage, die die Kommunale Versorgungskasse Kassel (KVK) auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofes in Ehlen errichten möchte, befassen sich Habichtswalds Gemeindevertreter in ihrer öffentlichen Sitzung am Dienstag, 3. September, ab 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Dörnberg.

Die KVK will das Grundstück von der Gemeinde kaufen und dort in eine Immobilie mit Wohnungen und Geschäftsräumen investieren. Die Investorin wird eine von zwei Varianten präferieren, und auch die Gemeindevertretung muss dahingehend einen Beschluss fassen.

Von den Fraktionen der CDU und der SPD liegen Anträge vor.

CDU-Anträge

Die Fraktion möchte den Gemeindevorstand mit der Erstellung eines Teilsanierungskonzeptes für das Siebhaus der Kläranlage beauftragen. Ziel sei es, den Schimmelbefall an Wänden zu beseitigen und wirksame Maßnahmen zur Vorbeugung zu ergreifen, so der stellvertretende Fraktionschef Karsten Kirchhof. Ferner müsse die Lüftung optimiert und der alte Kettenzug solle durch einen neuen, funktionstüchtigen ersetzt werden.

Karsten Kirchhof, CDU-Fraktion

In einem weiteren Antrag fordert die CDU die Anschaffung von 100 Kunststoffaschenbechern für das Erlebnisbad Habichtswald. Badegäste könnten ein Pfand von drei Euro hinterlegen und die Aschenbecher ausleihen. Die Christdemokraten wollen so das Problem in den Griff bekommen, dass mit Dauer der Saison die Liegeweise immer stärker mit Zigarettenkippen verunreinigt wird. Zudem stellten die Zigarettenstummel eine Gefahr für Kleinkinder dar, so Kirchhof.

SPD-Anträge

Mit Natur- und Artenschutz befasst sich ein Antrag der Mehrheitsfraktion. Die SPD hat eine Liste erstellt, die in dem Leitfaden für den Natur- und Artenschutz, der gerade von der Gemeinde erarbeitet wird, berücksichtigt werden soll. Zumindest solle geprüft werden, inwieweit sich die Punkte umsetzen ließen, so Fraktionsvorsitzender Martin Rosowski.

Martin Rosowski, SPD-Fraktion

Gemeindeeigene Grünflächen, Feldwege, Wegränder, Gräben und Gewässerränder sollen extensiv gepflegt werden. Im Hinblick auf die Wegränder sei zu prüfen, inwieweit Kommunen wie Habichtswald, die kein Mitglied des Zweckverbandes Raum Kassel (ZRK) sind, für die Kartierung dieser Wegränder den Service des ZRK nutzen können. Vor einer Umstellung von Mulchen auf zweimaliges Mähen pro Jahr sollen Personaleinsatz und Kosten hinterfragt werden. Zudem, so Rosowski weiter, solle die Gemeinde eine Kontaminierung der Flächen durch Düngung und Pestizide ausschließen.

Bereits im Vorfeld der Gemeindevertretersitzung hat sich der SPD-Fraktionschef zum CDU-Antrag geäußert, der auf eine Ausstattung des Freibades mit Leihaschenbechern befasst und darüber sein Unverständnis zum Ausdruck gebracht. „Es ist an Widersinn kaum zu überbieten, den Vorschlag auch noch mit dem gesundheitlichen Wohl der Kinder im Bad zu begründen“, kommentiert Rosowski den Vorstoß. Seine Fraktion nehme dies zum Anlass, ein Rauchverbot auf den Liege- und Spielwiesen des Bades zu beantragen. 

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