Baustart für Wohnpark

Habichtswald: Corona konnte 4,7 Millionen Euro teures Projekt nicht stoppen

Investor Wilhelm Kling und Planer Mirco Schmidt (links hinten) trafen sich auf dem ehemaligen Rewe-Gelände, auf dem der Wohnpark entsteht. Moritz Schneider erledigt letzte Vermessungsarbeiten. 
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Baubeginn in Ehlen: Investor Wilhelm Kling und Planer Mirco Schmidt (links hinten) trafen sich auf dem ehemaligen Rewe-Gelände, auf dem der Wohnpark entsteht. Moritz Schneider erledigt letzte Vermessungsarbeiten. 

Sechs Jahre herrschte Stillstand am ehemaligen Standort des Rewe-Marktes in der Ehlener Ortsmitte, jetzt starten die Bauarbeiten für neun Häuser, zehn Eigentumswohnungen und eine Gewerbeeinheit. Ausgerechnet in der Coronakrise hatte ein neuer Investor das Grundstück Anfang April gekauft und innerhalb von fünf Monaten die Baugenehmigung erhalten, nachdem die ursprüngliche Planung überarbeitet worden war.

Habichtswald – Der Kasseler Eigentümer Wilhelm Kling investiert rund 4,7 Millionen Euro in das Bauprojekt im Herzen von Ehlen und wird den Fortgang der Arbeiten als Bauleiter selbst betreuen. Auf dem 3000 Quadratmeter großem Grundstück entstehen sechs dreigeschossige und drei zweigeschossige Reihenhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus mit zehn Eigentumswohnungen zwischen gut 60 und maximal 90 Quadratmetern sowie einer Gewerbeeinheit. Zusätzlich sollen auf dem Grundstück 31 Pkw-Stellplätze entstehen. Die Gesamtwohnfläche ist 1874 Quadratmeter groß.

Entgegen der ursprünglichen Planung habe man durch die Veränderung am Mauerwerk und dem geplanten Einbau von Luft-Wärmepumpen die höchste Energieeffizienzklasse erreicht. „Aktuell prüfen wir die Möglichkeit, hier noch einen Schritt weiter zu gehen und das ganze Bauprojekt in einem kfW-55-Standard errichten zu lassen“, so der Investor.

„30 Prozent sind bereits verkauft“

Geschäftspartner von Wilhelm Kling ist Mirco Schmidt von Wohntraum Immobilien aus Kassel, der die Immobilien plant und vermarktet. „30 Prozent sind bereits verkauft“, so Schmidt. Allerdings kämen nur 20 Prozent der Anfragen aus Habichtswald selbst. Schmidt vermutet, dass die Bürger vor Ort bisher wenig Vertrauen in die Realisierung des Projektes hatten, weil es bisher nicht voranging. Dies ändere sich sicher, nachdem die Bauarbeiten Anfang dieser Woche begonnen haben, hofft er.

Mit größeren Verzögerungen durch Corona rechnet Mirco Schmidt nicht, ein kleiner Puffer für alle Eventualitäten sei eingebaut. „Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass wir diesen Notfall-Puffer nutzen müssen, da auch in der ersten Coronawelle mit dem Lockdown Bauarbeiten durchgehend weitergeführt werden konnten“, so Schmidt.

Aus seiner Sicht ist die Nachfrage nach Immobilien durch Corona generell nicht zurückgegangen. Im Gegenteil gebe es mehr Anfragen von Käufern, die in Zeiten von Corona gerne in - aus ihrer Sicht - sichere Immobilien investieren wollten.

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