Gemeindevertretersitzung am 24. April

Habichtswald will über Hochwasserschutz der Laubach entscheiden

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Führt an den meisten Tagen im Jahr nur wenig Wasser: die Laubach in Dörnberg. Doch Manfred Zenker, Bauamtsleiter der Gemeinde Habichtswald, weiß, dass der Bach insbesondere nach Starkregenereignissen gerne sein Bett verlässt und weiter unten im Dorf zu Überschwemmungen führen kann. Auf der Wiese im Hintergrund soll ein Rückhaltebauwerk errichtet werden.

Der Hochwasserschutz an der Laubach in Dörnberg soll verbessert werden. Insbesondere die Gebäude an der Grünen Aue und am Lichtebusch stehen nach starkem Regen im Überschwemmungsgebiet.

In der Vergangenheit sind dort mehrfach Keller vollgelaufen. Nun soll im oberen Bereich des Baches auf einer Wiese am Dorfrand ein Regenrückhaltebecken gebaut werden. Eine Entscheidung über den Bau treffen die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Dienstag, 24. April.

Das Thema ist nicht neu, sagt der Bauamtsleiter der Gemeinde Habichtswald, Manfred Zenker. Ursprünglich habe die Kommune 90 000 Euro investieren und für das Geld unter anderem Sohlsicherungsmaßnahmen ergreifen, Gehölze roden und das Gewässer an einigen Stellen in weitere Rohre packen wollen. Diese Variante werde von der Gemeinde nun nicht mehr in Gänze bevorzugt.

Stattdessen soll der Schwerpunkt auf den Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens mit einem Fassungsvermögen von 12 500 Kubikmetern und gedrosseltem Ablauf gelegt werden. Der sei mit einer Summe von 293 000 Euro zwar deutlich teurer als der ursprüngliche Ansatz, dafür aber sei der Schutz vor Hochwasser wirksamer und die Investition werde vom Land Hessen kräftig bezuschusst, sagt Zenker, der mit einer Förderung von 75 Prozent rechnet. In dem Betrag enthalten seien Baugrunduntersuchungen, Planungen, Modellberechnungen und letztlich auch die Errichtung eines Walles links und rechts der Laubach selbst.

Gefangen in Beton: Im Bereich der Grünen Aue ist der Bach schon öfter übergelaufen.

Komplett verzichten auf den Schutz im Bereich Grüne Aue / Lichtebusch werde die Gemeinde auch nach Bau des Rückhaltebeckens nicht können. Allerdings könnten die Arbeiten dort dann um etwa die Hälfte abgespeckt werden. Unterm Strich, abzüglich des Landeszuschusses, fielen immer noch Kosten in Höhe von 125 000 Euro an.

Geplant sei zudem eine Anliegerversammlung, in der das Projekt vorgestellt und auch erläutert werden soll, ob und in welcher Form Anwohner sich an den Kosten beteiligen müssen.

Die Wiese, auf der der Hochwasserschutz errichtet werden soll, gehört der evangelischen Kirche. Möglicherweise könne das Gelände gegen ein anderes, im Besitz der Gemeinde befindliches getauscht werden, sagt Bauamtsleiter Manfred Zenker.

Ehe aber weiter Nägel mit Köpfen gemacht werden können, müssen die Fraktionen am Dienstag in einer Woche während der Gemeindevertretersitzung über das Vorhaben entscheiden. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle in Dörnberg.

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