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Hessen fördert Radweg zwischen Ehlen und Martinhagen

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Von: Paul Bröker

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Ordentlich Druck für den Radweg von Habichtswald-Ehlen nach Schauenburg-Martinhagen. Von links: Dr. Daniel Faßhauer (Bürgermeister Habichtswald), Michael Plätzer (Bürgermeister Schauenburg), Manfred Zenker (Bauamtsleiter Habichtswald), Stefan Gerhold (Bauamt Schauenburg), Christina Gerhold (Bauamt Habichtswald).
Ordentlich Druck für den Radweg von Habichtswald-Ehlen nach Schauenburg-Martinhagen. Von links: Dr. Daniel Faßhauer (Bürgermeister Habichtswald), Michael Plätzer (Bürgermeister Schauenburg), Manfred Zenker (Bauamtsleiter Habichtswald), Stefan Gerhold (Bauamt Schauenburg), Christina Gerhold (Bauamt Habichtswald). © Bröker, Paul

Eine Lösung für die miserable Radstrecke zwischen Ehlen und Martinhagen ist in Sicht. Hessen könnte 70 Prozent der 1,4 Mio. Euro Baukosten fördern.

Habichtswald/Schauenburg –„Das ist eine Strecke für Selbstmörder“, sagt Michael Plätzer. Der Schauenburger Bürgermeister meint damit die auch für Radfahrer ausgewiesene Landesstraße zwischen dem Schauenburger Ortsteil Martinhagen und Ehlen in Habichtswald. „Die Strecke ist für Familien komplett ungeeignet“, pflichtet ihm sein Amtskollege Daniel Faßhauer aus Habichtswald bei. Schon oft sei die miserable Radstrecke Thema in den Schauenburger Ortsbeiräten gewesen.

Doch nun ist eine Lösung in Sicht: Das Land Hessen hat einen Förderantrag bewilligt, sodass die Gemeinden gemeinsam einen 5,5 Kilometer langen Radweg zwischen ihren Ortsteilen planen können. Rund 79 000 Euro wenden die Gemeinden in der ersten Phase zur Planung und Kostenberechnung auf. Diese Zahl stammt von Anfang 2022 – noch vor dem Krieg in der Ukraine, wie es aus den Rathäusern heißt. Das Land Hessen trägt über Fördermittel 70 Prozent der Kosten. Somit können sich die Gemeinden über eine Förderung von 55 300 Euro freuen.

Radverbindung zwischen Ehlen und Martinhagen: Trasse noch nicht festgelegt

Doch wie soll der Radweg einmal aussehen? Dazu gibt es bislang keine Aussage. Es sei noch nicht geklärt, ob die Strecke entlang der Landesstraße führen soll oder Wirtschaftswege dafür ausgebaut oder befestigt werden sollen. Zudem gebe es ein Nadelöhr zu bewältigen: eine alte Viehtrift, die unter der Autobahn 44 hindurchführt. Ein externes Planungsbüro werde die genaue Trasse erarbeiten. Für die Planung wird es Anfang 2023 eine öffentliche Ausschreibung geben. Beide Kommunen bringen die dafür veranschlagten Mittel noch dieses Jahr in ihre Haushalte ein, die wohl Anfang Februar beschlossen werden.

Die Planung werde voraussichtlich bis Mitte/Ende 2023 dauern. „Wenn alles gut geht, beginnt der Bau Mitte/Ende 2024“, erklärt Schauenburgs Bürgermeister Michael Plätzer. Es sei ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass nun bereits die Mittel für die Planung genehmigt worden seien, sagt Amtskollege Faßhauer. Damit sei erwartungsgemäß auch mit einer Förderung für den Bau zu rechnen.

1,4 Millionen für Radweg im Landkreis Kassel: Land Hessen steuert 70 Prozent bei

Für den Bau veranschlagen die Gemeinden insgesamt circa 1,4 Millionen Euro. Auch hiervon würde das Land Hessen bei erfolgreichem Förderbescheid 70 Prozent der Kosten tragen. Um den Eigenanteil an dem Bauprojekt zu stemmen, kann die Gemeinde Habichtswald auf Haushaltsmittel zurückgreifen. Denn seit diesem Jahr hält die Gemeinde Habichtswald jeweils eine sechsstellige Summe für den Radwegeausbau in ihrem Haushalt bereit, wie Bürgermeister Daniel Faßhauer erläutert.

Die Projektplaner erhoffen sich viel von dem neuen Radweg. Beim Radweg von Habichtswald nach Zierenberg habe sich gezeigt, dass die Nutzungszahlen mit denen in Gegenden im Rhein-Main-Gebiet vergleichbar seien, wie Daniel Faßhauer berichtet. Zudem habe der Landkreis Kassel bereits angekündigt, dass er seinen Warmetalradweg von der Landesstraße auf den neuen Radweg legen möchte. (Paul Bröker)

Hinweis: In einer früheren Version schrieben wir, dass der Radweg Thema in den Ortsbeiräten gewesen sei. Dabei ist uns ein Fehler unterlaufen: Nur Schauenburg verfügt über Ortsbeiräte.

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