Züchterin des Jahres

Hohe Auszeichnungen für Ehlener Islandpferdezucht

+
Erfolgreiche Züchterin: Maria-Magdalena Siepe-Gunkel mit einem der Islandpferde auf ihrem Hof in Ehlen.

Ehlen. Hohe Ehre für Maria-Magdalena Siepe-Gunkel und ihren  Islandpferdehof Habichtswald:  In der isländischen Botschaft wurde der 66-Jährigen vom Islandpferde-Reiter- und Züchterverband (IPZV) der Sleipnir-Preis als Züchterin des Jahres verliehen.

Ausschlaggebend war, dass sie über die Jahre immer wieder hochgeprüfte und national sowie international auch im Sport erfolgreiche Islandpferde gezüchtet hat. Die von ihr gezogene Oskadis vom Habichtswald beispielsweise wurde bei der Weltmeisterschaft 2013 in Berlin weltbeste Zuchtstute, vom Verband im gleichen Jahr zum Pferd des Jahres gekürt und im folgender Jahr zum besten in Deutschland gezüchteten Islandpferd.

Im vergangenen Herbst erhielt Siepe-Gunkel in Anerkennung ihrer züchterischen Leistungen und ihres Engagements für die Islandpferdezucht den Hessischen Staatsehrenpreis.

Auszeichnungen für züchterische Leistungen heimste die aus Neuwied Stammende schon in jungen Jahren ein. Damals allerdings für ihre Jagdteckel. Von Pferden war seinerzeit noch nicht die Rede. Zum Reiten kam sie erst Ende der 1980er-Jahre.

Von den Pferden fasziniert 

„Der Liebe wegen“, wie sie sagt, hatte es die Ärztin inzwischen nach Kassel gezogen. Sie begleitete eine Freundin zum Reiten und erlag der Faszination der Islandpferde. Siepe-Gunkel lernte reiten und wollte mehr. „Züchten war schon immer meine Sache“, sagt sie. In Ehlen fand sie einen alten Bauernhof, der zum Verkauf stand. Aus ihm wurde über die Jahre der Islandpferdehof Habichtswald.

Mit Ehemann und den vier Kindern zog sie dann auch bald von Kassel nach Ehlen. Ihren Beruf als Ärztin gab sie auf. Familie und die Pferde beanspruchten ihre Zeit. Statt mit dem Skalpell arbeitete sie fortan mit landwirtschaftlichen Maschinen, Unterstützung gab es durch einen Bauern aus einem Nachbarort.

Gutes Auge 

Der Betrieb am Ortsrand von Ehlen wuchs, Maria-Magdalena Siepe-Gunkel gab Reitunterricht, hatte Pensionspferde, die eigenen, mit denen die Kinder inzwischen erfolgreich Turniere bestritten, und mit denen auch gezüchtet wurde. „Ich habe ein gutes Auge für die Anatomie. Ich habe die Gabe, ein Lebewesen sehr schnell zu erfassen. Das ist ein Geschenk des Himmels“, sagt die 66-Jährige. Es hat ihr in all den Jahren geholfen, die richtigen Zuchtentscheidungen zu treffen und Habichtswald zu einem Begriff in der Welt der Islandpferde zu machen.

Den Großteil ihres Hofes auf dem sich rund 80 Pferde tummeln, hat sie seit drei Jahren verpachtet, Siepe-Gunkel konzentriert sich auf die Zucht mit ihren 15 Pferden. Und mit ihren Hovawart-Hunden. Für die - wie könnte es anders sein - hat sie auch schon nationale und internationale Preise erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.