Drei Millionen für neuen Rewe

Investoren zieht es nach Ehlen - Nähe zu Kassel und A 44 machen Standort attraktiv

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Drei Millionen Euro werden in neuen Rewe in Ehlen investiert: Darüber freuen sich (von links) Bürgermeister Thomas Raue, Manfred Zenker vom Bauamt der Gemeinde, Melissa Peter, Mitarbeiterin von Rewe, Investor Dirk Schomberg, Björn Schröder vom Bauamt und Investor Marcus Drüke von der Drüke-Rüppel-Schomberg Ehlen GbR.

Ehlen. Das Bild des Rewe-Marktes in Ehlen wird sich in den kommenden Monaten gravierend wandeln. Im Frühjahr wird neben dem bestehenden Supermarkt ein 800 Quadratmeter großes Gebäude errichtet, in das Ende 2017 der Getränkemarkt einziehen wird.

Seit einer Woche liegt die Baugenehmigung vor, sagt Dirk Schomberg von der Drüke-Rüppel-Schomberg Ehlen GbR, die drei Millionen Euro in Ehlen investieren will.

Derzeit seien die Verhältnisse im 1500 Quadratmeter großen Rewe sehr beengt. Etwa ein Drittel der Fläche entfalle auf den Handel mit Getränken. Diese Produkte würden nach Fertigstellung der Halle ausgelagert. Dafür werde die Palette an regionalen Waren erweitert. „Die Kunden fragen mehr Produkte nach, als derzeit angeboten werden können“, sagt Schomberg. Der Markt, der sich seit über zehn Jahren in Ehlen behauptet, soll moderner werden. Nach Auszug der Getränkesparte wollen die Investoren, die in der Region mehrere Projekte dieser Art umgesetzt haben, dem älteren Gebäude eine Schönheitskur verpassen.

Die Investoren rechnen mit einer Bauzeit von sechs Monaten, für den Umbau des alten Rewes kalkulieren sie zwei Monate. Die Zahl der Parkplätze soll von 85 auf 100 erhöht werden. Und schließlich wächst die Zahl der Mitarbeiter: Von 35 auf dann 45.

Drogerie geplant

Neben der Erweiterung des Rewe plant die Gesellschaft noch einen weiteren Bauabschnitt. „Wir sind in Gesprächen mit zwei namhaften Drogerie-Märkten“, verrät Dirk Schomberg. Beide hätten sie ein großes Interesse, nach Ehlen zu kommen. Das liege vor allem an der Attraktivität des Standortes. Die Nähe zu Kassel, der nahe Anschluss an die A 44 sorgten dafür, dass täglich viele Pendler den Ort passierten. Und auch die Bemühungen der Gemeinde, mit neuen Baugebieten neue Einwohner nach Habichtswald zu lotsen, zahle sich aus. Hinzukomme, dass nach Schließung der Schlecker-Märkte, das Netz an Drogerien große Lücken bekommen habe. Im nahen Umfeld gebe es keine Drogerien, die nächsten befänden sich in Kassel und Wolfhagen, sagt Schomberg.

Bevor aber ein Vertrag mit einer der beiden Drogerieketten geschlossen werden kann, muss die Gemeinde ihre Hausaufgaben machen. „Jetzt geht es darum, den Flächennutzungsplan zu ändern“, erklärt Bürgermeister Thomas Raue (SPD). Die Flächen im Umfeld des Rewes gehören zwar der Drüke-Rüppel-Schomberg Ehlen GbR, jedoch müsse der Boden, der für einen Drogeriemarkt vorgesehen ist, umgewandelt werden von Ackerland in ein Sondergebiet.

Die Investoren rechnen mit einem Aufstellungsbeschluss für das Frühjahr. Dann würden sie das kommende Jahr für die Planung nutzen und im Jahr 2018 das Gebäude für die Drogerie errichten.

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