Kinder helfen in der Not

Flohmärkte zur Unterstützung für Wolfhager Tafel

Freuen sich über die prall gefüllten Einkaufswagen (von links): Hartmut Dotting (ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Wolfhager Tafel), Schulleiterin Uta Dotting, Zoé (9 Jahre), Johanna (9 Jahre), Luna (9 Jahre), Antonia (9 Jahre) und Katja Wilkens (REWE-Inhaberin Ehlen). Fotos:  Uminski

Habichtswald. Für die neunjährigen Mädchen Zoé, Luna, Antonia und Johanna ist Helfen eine Selbstverständlichkeit. Die vier Grundschülerinnen kamen auf die Idee, der Wolfhager Tafel etwas zu spenden.

Mithilfe der Dörnberger Grundschule wurden zwei Flohmärkte auf die Beine gestellt. Zusammengekommen sind dabei 260 Euro, die die Schülerinnen in Form von Lebensmitteln an die gemeinnützige Hilfsorganisation gespendet haben.

Vier prall gefüllte Einkaufwagen mit unzähligen Schokoladentafeln, Konservendosen, Spaghettipackungen und Getränken aber auch Babynahrung und Kaffee wurde an die Wolfhager Tafel überreicht.

Packen mit an (von links): Antonia (9 Jahre), Johanna (9 Jahre), Luna (9 Jahre) und Zoé (9 Jahre) verladen die Lebensmittel von den Einkaufswagen in die roten Kisten der Wolfhager Tafel.

Die Grundschülerinnen kennen die Wolfhager Tafel bereits aus dem Kindergarten, wo sich die gemeinnützige Hilfsorganisation den Kindergartenkindern im Rahmen eines Projektes vorgestellt hat. „Ich bin froh, dass wir das gemacht haben, sonst hätten wir den Armen nicht helfen können“, sagt die neunjährige Zoé. Auch für ihre Freundin Luna ist es selbstverständlich, das eingenommene Geld aus den zwei Flohmärkten der Wolfhager Tafel zu geben. „Es gibt Leute, die haben nicht so viel Geld und können sich so etwas nicht kaufen“, sagt die Grundschülerin.

Helfen sei einfach gut, sagt die neunjährige Johanna. „Ich will Armen helfen, wenn man hört, das es ihnen nicht so gut geht wie uns.“ Sie habe genug zu essen, zu trinken und Geld, so die Drittklässlerin weiter.

Etwas Gutes tun wollte auch die neunjährige Antonia. „Damit die, die nicht so viel haben, nicht ums Leben kämpfen müssen.“ Sie habe alles was sie sich wünsche, so die Grundschülerin. „Beeindruckt von der Aktion und der Hilfsbereitschaft der Schüler“ ist Hartmut Dotting, ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Wolfhager Tafel. Vor allem freue er sich über die tollen Lebensmittel. „Das ist erste Wahl.“

„Respekt vor den Kindern“ hat auch Katja Wilkens. „Die Kinder hätten von dem Geld sich ja auch etwas kaufen können.“ Die REWE-Inhaberin in Ehlen hat von den gespendeten 260 Euro verschiedene Lebensmittel für die Wolfhager Tafel zusammengestellt.

„Mir war wichtig, dass die Lebensmittel lange haltbar sind“, sagt Wilkens. In den vier großen Einkaufwagen finden sich neben Babynahrung, Cerealien, Schokodrinks und Konserven auch Kaffee und Schokolade.

Von der Idee waren die Schüler von Anfang begeistert, sagt Schulleiterin Uta Dotting. „Gleich am nächsten Tag haben die Kinder Sachen für den Flohmarkt mitgebracht.“ Die Flohmärkte wurden direkt nach dem Vorlesewettbewerb und dem Frühlingskreis veranstaltet.

„Die Vorgabe war, dass jeder einen Euro mitbringt“. Da sei bei 60 Kindern ganz schön was zusammengekommen, so die Schulleiterin weiter. Natürlich haben die Eltern und Großeltern kräftig mitgeholfen. Im Sommer sei bereits der nächste Flohmarkt geplant, hieß es abschließend.

Von Johanna Uminski

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