Dörnberger Grundschüler müssen nicht mehr nach Ehlen fahren

Kinder im Ort betreuen

Habichtswald. „Kurze Wege für kurze Beine“. Mit diesen Worten kommentierte Sebastian Hillberger von der SPD die Änderung bei der Betreuung von Grundschulkindern in der Gemeinde Habichtswald ab Februar kommenden Jahres, die die Gemeindevertretung während ihrer jüngsten Sitzung in Ehlen einstimmig billigte.

Die Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr kehrt ab Februar nächsten Jahres an die Grundschule Dörnberg zurück. Damit müssen die Dörnberger Schüler nicht mehr mit dem Bus nach Ehlen fahren, wo diese Betreuungsform bisher in zwei Klassenräumen stattfand. Gleichzeitig übernimmt der Landkreis Kassel in Dörnberg wieder die Grundbetreuung der Schüler bis 13.30 Uhr im dortigen alten Kindergarten. Von der Neuregelung profitieren nach Angaben von Bürgermeister Thomas Raue (SPD) etwa 25 Dörnberger Kinder. Die Übernahme der erweiterten Betreuung bedeutet für die Gemeinde allerdings auch mehr Personalkosten. Damit sie kostenneutral bleibt, müssen laut Raue die Gebühren erhöht werden. Sie steigen – so beschloss es das Gremium – je nach Betreuungsleistung von 20 auf 30 Euro, von 40 auf 50 Euro und von 70 auf 85 Euro pro Woche. Das sei eine Anhebung „im moderaten Bereich“, meinte Hillberger.

Zahl der Kinder gestiegen

Die Neuregelung ist dem rasanten Anstieg bei der Betreuungsnachfrage geschuldet. In den vergangenen vier Jahren stieg die Zahl der Kinder aus beiden Ortsteilen, die eine Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen, von 29 auf 61 Jungen und Mädchen. Die zentralen Betreuungsräume an der Grundschule Ehlen platzen aus allen Nähten. Im selben Zeitraum verdreifachte sich auch fast die Zahl der Kinder, die bis 13.30 Uhr in der Grundschule Dörnberg betreut werden. Deshalb soll der Landkreis jetzt für Entlastung sorgen.

Bewegungspark für alle

Mehrheitlich beschloss die Gemeindevertretung auf Antrag der SPD, einen Teil des Festplatzes Kressenborn in einen Bewegungspark umzuwandeln. Im Haushalt 2017 sollen 10 000 Euro für die Anschaffung von Spielgeräten für Jung und Alt reserviert werden. Weiteres Geld erwarte man sich von Spenden, sagte Rolf Karwecki (SPD). Ein ehemaliger Habichtswalder Bürger begeistere sich für die Idee eines Generationenparks und habe Geld in Aussicht gestellt. (pdi) Artikel unten

Rubriklistenbild: © dpa

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