Nach Idee von Gabriele Dziergwa entstehen 29 weihnachtliche Kunstwerke

Krippen machen Dörnberg bunt

Gabriele Dziergwa hat mit ihrer Krippenweg-Idee Dörnberg verzaubert.
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Gabriele Dziergwa hat mit ihrer Krippenweg-Idee Dörnberg verzaubert.

Sie kümmern sich uneigennützig um ihre Mitmenschen. Selbstloses Engagement eint die Alltagsengel unserer Serie. Heute: Gabriele Dziergwa, die einen ganzen Ort in Vorweihnachtsstimmung versetzt hat.

Dörnberg – Das Symbol der Krippe und die Bilder der Geburt Jesu sind für Gabriele Dziergwa seit jeher mehr als nur Weihnachtsdekoration. Für die Dörnbergerin sind sie eine Darstellung von Menschlichkeit und Liebe, und ohne das wäre für sie das Fest der Feste undenkbar.

„So, wie sich die Krippenfiguren rund um das Christkind versammeln, versammeln sich auch unsere Familienmitglieder immer wieder zu Weihnachten“, sagt sie und macht klar: „Ohne Krippe kein Fest.“ Das traditionelle Bild der Krippe habe für sie viel mit Gemeinschaft zu tun, und deshalb habe es sie unglaublich berührt zu sehen, wie viele Menschen ihrer Idee gefolgt sind, in ihrem Heimatort Dörnberg einen Krippenweg zu gestalten – jeder für sich, und doch alle gemeinsam.

Von lebensgroßen Gestalten aus Stroh über Püppchen aus der Playmobilwelt bis hin zu selbstgehäkelten Figuren reichten die in den 29 Krippen umgesetzten Ideen.

29 Familien, Vereine, Firmen und sonstige Einrichtungen hätten jede Menge Kreativität bewiesen und in den vergangenen Wochen ihre weihnachtlichen Kunstwerke auf ihren Grundstücken oder in ihren Fenstern aufgebaut – von riesengroß bis winzigklein, von strahlendbunt bis zurückhaltend schlicht. „Ich bin begeistert und gerührt, wie viel Mühe sich die Menschen gemacht haben.“ Ob lebensgroße Gestalten aus Stroh, kleine Püppchen aus der Playmobilwelt oder selbstgehäkelte Figuren, in jeder einzelnen Krippendarstellung habe ganz viel Liebe dringesteckt, genau das, was es in der aktuellen, herausfordernden Zeit brauche.

Mit vielen Menschen sei sie ins Gespräch gekommen, vor allem, wenn sie an den Adventssonntagen selbst in ihrem liebevoll geschmückten Hof gesessen und Besucher auf ihrem Mini-Weihnachtsmarkt begrüßt habe. „Da waren Menschen, die ihren kleinen Kindern die Figuren erklärten, es gab aber auch solche, die nicht mal die Namen der heiligen Familie und der Könige kannten“, sagt sie und fügt lächelnd hinzu: „Da habe ich gern ausgeholfen.“ Wenn dann noch jemand einen ihrer selbstbemalten Steine mitgenommen hat, gegen eine kleine Spende, dann war sie noch glücklicher. „Was ich an Spenden eingenommen habe, soll schon bald an den Verein Sternenzauber & Frühchenwunder gehen, der verwaisten Eltern in den dunklen Stunden Trost spendet und die Krankenhaus-Welt bunter gestaltet.“

Über die Wochen sei es zu zahlreichen schönen Begegnungen gekommen, das habe ihr selbst und auch ihrer Familie viel Freude bereitet. Zu hören, dass andere Krippenbauer das ähnlich erlebt hätten, schenke ihr eine tiefe Zufriedenheit. Die vielen strahlenden Augen, nicht nur von Kindern, hätten ihr gezeigt, wie wichtig derartige Gemeinschaftsaktionen seien, gerade in der aktuell herausfordernden Zeit. „Sie hat Menschen zusammengebracht, zum Nachdenken angeregt und im Idealfall dem ein oder anderen ein Gefühl von Geborgenheit geschenkt“, sagt Gabriele Dziergwa, die mit ihrem Krippenweg Dörnberg nicht nur bunter gemacht, sondern vor allem das in den Fokus gerückt hat, was die Welt mehr denn je braucht: Menschlichkeit und Liebe. (Sascha Hoffmann)

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