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Lärm wird auch in Ehlen gemessen

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Von: Monika Wüllner

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Die Smart-Box wird am DGH in Ehlen installiert.
Hoch oben: Die Smart-Box wird am DGH in Ehlen installiert. Im Bild (von links) Alexander Großmann, Andreas Richter (oben) und Hermann Volkwein. © privat

Die Bürgerinitiative Lärmschutz Zierenberg und Habichtswald hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Habichtswald eine Smart-Box an der Rückseite des Dorfgemeinschaftshauses in Ehlen installiert

Habichtswald/Zierenberg – Die Bürgerinitiative Lärmschutz Zierenberg und Habichtswald hat jetzt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Habichtswald eine Smart-Box an der Rückseite des Dorfgemeinschaftshauses in Ehlen in Sichtweite zur Autobahn 44 installiert.

Mit diesen Smart-Boxen soll der Lärmpegel gemessen werden, der von der Autobahn bis in die Ortschaften dringt. „Der stete Tropfen höhlt den Stein“, sagte Dr. Daniel Faßhauer, Bürgermeister der Gemeinde Habichtswald zum langwierigen Prozess der Lärmbekämpfung.

Er weiß aus der früheren Erfahrung in Bad Hersfeld als Sprecher der dortigen Initiative für Lärmschutz, wovon er redet. „Das hier soll ein Startschuss für unsere Gemeinde sein. Wir wollen gut agieren können und ein großes Bündnis für den Lärmschutz bilden. Letztendlich geht es nur gemeinsam“, so Faßhauer weiter.

In Zierenberg, Burghasungen und Habichtswald an der Autobahn 44 gebe es insgesamt sieben Boxen

„Man braucht Sitzfleisch und Zeit“, sagte BI-Sprecher Wilfried Appel. Mittlerweile gebe es aktuell in Zierenberg, Burghasungen und Habichtswald an der Autobahn 44 insgesamt sieben Boxen. Die Boxen wurden von der Bürgerinitiative sowie der Stadt Zierenberg und der Gemeinde Habichtswald finanziert.

Eine weitere Smartbox ist an der A 49 in Edermünde installiert. Die Smart-Boxen Marke Eigenbau wurden von einem Mitglied der Lenkungsgruppe der BI entwickelt und hergestellt. Die Gehäuseteile der Boxen werden im 3-D-Druck hergestellt. Es wird ein Stromanschluss und ein W-Lan-Zugang zum Betrieb benötigt.

Die Smart-Box ist modular aufgebaut, was einen Austausch der einzelnen Komponenten erleichtert. Software-Updates werden jedem Besitzer/Nutzer kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Das Dashboard kann individuell gestaltet werden und auch ein Zugang für den Nutzer ist möglich

Die Installation und Netzwerkverbindung erfolgt mithilfe eines Einrichtungsassistenten. Die Messdaten befinden sich auf einem privaten Server der BI und werden regelmäßig und stetig gespeichert.

Das Dashboard (Informationsmanagement auf dem Bildschirm) kann individuell gestaltet werden und auch ein Zugang für den Nutzer ist möglich um dieses zu bearbeiten oder zu gestalten. Wer sich dafür interessiert, kann sich die Daten unter dem Link Stations.bi-lzh.de ansehen.

Eine Wetterstation ist auch probeweise mit installiert, die sich in Burghasungen im Kirchweg befindet und noch im Aufbau ist. In dem Dashboard sind die Lärmmesswerte unter anderem mit einer Ampelfunktionalität visualisiert:

Ziel ist es, die tatsächliche Lärmbelastung der Anwohner durch den Verkehr auf der Autobahn darzustellen

bei Messwerten bis 50 Dezibel (Lautstärkeeinheit) ist die Ampel grün, bei Werten ab 50 Dezibel dann gelb und ab Werten von 70 Dezibel dann rot. In Ehlen lag der Wert am Dienstag bei 72 Dezibel um 10 Uhr. Das ist so laut, als ob in einem Meter Entfernung ein Staubsauger eingeschaltet ist.

Ziel ist es, mit den gemessenen Werten die tatsächliche Lärmbelastung der Anwohner durch den Verkehr auf der Autobahn darzustellen und den ermittelten Lärmbelastungswerten der Behörden gegenüber zu stellen und damit dem Lärmschutz Nachdruck zu verleihen. Fakt ist: Beim Neubau von Autobahnen ist Lärmschutz inbegriffen. Bei Bestandsstrecken ist dies nicht der Fall. (Monika Wüllner)

(von links) der Habichtswalder Bürgermeister Dr. Daniel Faßhauer, Werner Schneider von der Lenkungsgruppe, Wilfried Appel von der BI Lärmschutz Zierenberg/Habichtswald und Alexander Großmann, Bauhofleiter Gemeinde Habichtswald.
Hier wird die Lärmbelastung des Verkehrs auf der Autobahn 44 gemessen: (von links) der Habichtswalder Bürgermeister Dr. Daniel Faßhauer, Werner Schneider von der Lenkungsgruppe, Wilfried Appel von der BI Lärmschutz Zierenberg/Habichtswald und Alexander Großmann, Bauhofleiter Gemeinde Habichtswald. © monika wüllner

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