Laubach und Warme im Fokus

Gemeinde Habichtswald will den Hochwasserschutz verbessern

Kommt aus dem Habichtswald: Die Laubach in Dörnberg. Weil der Pegel des Gewässers bei Starkregen schnell steigen kann, soll ein Regenüberlaufbecken gebaut werden, das die Gefahr von Überschwemmungen reduziert.
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Kommt aus dem Habichtswald: Die Laubach in Dörnberg. Weil der Pegel des Gewässers bei Starkregen schnell steigen kann, soll ein Regenüberlaufbecken gebaut werden, das die Gefahr von Überschwemmungen reduziert.

Die Laubach in Dörnberg steht schon seit einiger Zeit im Mittelpunkt bei dem Vorhaben der Gemeinde Habichtswald, den Hochwasserschutz zu verbessern.

Habichtswald – Seit einigen Jahren arbeitet die Kommune an den Plänen für den Bau eines Regenüberlaufbeckens auf einer Fläche im Süden des Ortsteils. Bei Starkregen soll das Bauwerk die Wasserfracht des im Hohen Habichtswald entspringenden Baches aufnehmen und dosiert in den Bachlauf abgeben. Derzeit werde die Genehmigungsplanung erstellt, die dem Regierungspräsidium (RP) Kassel vorgelegt und von ihm genehmigt werden muss, sagt Bauamtsleiter Manfred Zenker.

Er hofft, Ende dieses, Anfang kommenden Jahres mit der Errichtung des Beckens beginnen zu können. Voraussetzung sei jedoch, dass das RP grünes Licht gibt. Damit verbunden wären auch Fördermittel, die die Kosten für die Kommune abfedern würden. Wie teuer das Regenüberlaufbecken am Ende wird und wie hoch der Zuschuss sein wird, sei aktuell Gegenstand der Planungen.

Gegenüber der zunächst erwogenen Variante soll das Becken nun größer werden, kündigt Zenker an. Dafür soll es auf dem Gelände, das die Kommune von der Kirche pachten wird, ein Stück bachaufwärts, also in Richtung Süden wandern. Dort sei das Tal breiter, das Bassin könne bei einer größeren Fläche mehr Wasser fassen. Damit könnten statt der zunächst erwogenen 1760 Kubikmeter dann 3320 Kubikmeter Wasser aufgenommen werden.

Handlungsbedarf an der Laubach besteht aber auch weiter unten im Ort. Betroffen seien etwa fünf oder sechs private Grundstücke, sagt der Bauamtsleiter. Wenn mit der genehmigten Planung feststehe, wie viel Wasser maximal über das Regenüberlaufbecken in die Laubach abgegeben werden kann, will die Gemeinde die fraglichen Ufer neu gestalten. Dass die Kommune selbst auf privaten Flächen aktiv wird, liegt daran, dass die Gewässer in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Ein Teil der Investitionen werde auf die Anlieger umgelegt.

Auf einem Grundstück allerdings sei der Handlungsdruck so hoch, dass die Gemeinde Habichtswald kurzfristig eingreifen muss. Dort ist der Bach eingefasst mit alten Bruchsteinen. Wer diese einst verbaut hat, lasse sich nicht mehr klären. Mit der Zeit habe das Wasser die Steine unterspült und aus den steilen Ufersäumen gelöst. Sollten sie in den Bach fallen und Durchlässe blockieren, drohten Überschwemmungen. Von denen wären dann wohl alle Häuser im Bereich Lichtebusch und Grüne Aue betroffen, die sich im unmittelbaren Umfeld der Engstelle befinden. Die Eigentümer des Grundstückes selbst hätten das Problem erkannt und seien auf die Gemeinde zugekommen, sagt Manfred Zenker. Vorgesehen sei nun, die Steine zu entfernen, die Böschung flacher zu gestalten, um die Einsturzgefahr zu reduzieren.

„Wir müssen uns den Hochwasserschutz in der gesamten Gemeinde genauer anschauen“, sagt Habichtswalds Bauamtsleiter. Dabei seien Fließpfadkarten, die zeigen, welchen Weg das Regenwasser bei einem Starkregenereignis aller Wahrscheinlichkeit nach nehmen wird, und ein Prioritätenplan wichtige Instrumente. Dort, wo das Risiko für Überschwemmungen am größten ist, wird die Gemeinde als erstes aktiv werden. In Habichtswald gibt es mit der Warme und der Laubach zwei größere Fließgewässer. Hinzukommen Zuflüsse, die an Wegen, Straßen und Feldern verlaufen.

Von Antje Thon

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