Unternehmen ist von Schauenburg-Hoof nach Habichtswald gezogen

Medizintechnik TapMed auf Top-Niveau

+
Entspanntes Arbeitsklima: TapMed-Geschäftsführerin Monika Rinne (links) mit Kira Schöler vom Marketing im neuen Lager. Im Vordergrund Produkte, die die Firma vertreibt: Mundpflegesets und Zahnbürste für Intensivpatienten sowie Polster für Patienten bei Operationen.

Ehlen. Monika Rinne ist Chefin der in Ehlen ansässigen TapMed GmbH. Das Unternehmen hat sich auf den Handel mit hochwertiger Medizintechnik spezialisiert und hat den Firmensitz von Schauenburg-Hoof nach Habichtswald verlegt.

Die Medizintechnik umfasst die Bereiche Patientenhygiene, Patientenlagerung, Arbeitsschutz und plastisch-ästhetische Chirurgie. Mundpflege für Intensivpatienten ist der umsatzstärkste Bereich von TapMed. Der Renner dabei ist ein Einweg-Produkt aus Kunststoff: die Absaugzahnbürste. Sie besitzt weiche Borsten für die Zähne und ein Schwämmchen für die Mundschleimhaut, um Verletzungen vorzubeugen. Früher benutzte das Pflegepersonal Mulltupfer.

Vor gut zehn Jahren hat TapMed die Entwicklung eines amerikanischen Herstellers in den deutschen Markt eingeführt. „Heute ist das die aktuelle, moderne und auf dem weltweiten Standard basierende Technik im Bereich Mundpflege für Intensivpatienten“, sagt Rinne.

Mehrere tausend Produkte

Hochwertige, gelgefüllte Polster als Alternative zu Schaumstoffteilen für das sichere Lagern der Patienten bei einer Operation gehören ebenso zum Programm wie Unterlagen, die auf dem Luftkissen-Prinzip basieren und mit denen selbst schwerste Patienten vom Bett auf den OP-Tisch geschoben werden können, dazu Mikroinstrumente, Gefäßkoppler, Mittel für den Hautverschluss, Matten zum gelenkschonenden Stehen für Chirurgen bei stundenlangen Operationen. Insgesamt habe man „mehrere tausend Produkte“ im Angebot, wobei zehn Prozent etwa 80 Prozent des Umsatzes ausmachen. Bei allem, was TapMed vertreibe, habe man in Deutschland die Exklusivrechte.

„Wir legen Wert auf innovative, hochwertige Produkte“, sagt Kira Schöler, zuständig bei TapMed für das Marketing. „Wir achten sehr auf Qualität“, deswegen pflege man auch ausschließlich Geschäftsbeziehungen zu Herstellern aus Europa und Nordamerika.

„Wir schauen, was es in den anderen Märkten im Ausland für Produkte und Lösungen gibt“, sagt Firmeninhaberin Rinne zum Geschäftsmodell, „und dann sehen wir, ob es auch hier im Markt einzuführen ist.“ Die Anwender schule man dazu intensiv. „Damit sind wir dann auch beteiligt an der Implementierung von neuen Behandlungsstandards in Deutschland.“ Sie schätzt, dass TapMed „98 Prozent der deutschen Krankenhäuser schon mal beliefert“ hat.

Mehr Platz

Anfang des Jahres ist Monika Rinne mit ihren 21 Angestellten von Schauenburg-Hoof nach Habichtswald umgesiedelt. Man brauchte mehr Platz und den fand man in Ehlen. Am neuen Standort hat man nun die doppelte Fläche zur Verfügung: 700 Quadratmeter für die Verwaltung, 900 fürs Lager. Unterstützt wird die Firma im Außendienst von 14 freien Handelsvertretern.

Der Umsatz lag laut Monika Rinne im vergangenen Jahr bei „knapp elf Millionen Euro, in diesem Jahr arbeiten wir an den zwölf Millionen“. Die Firma setze, so Kira Schöler, auf „ein gesundes, stetiges Wachstum“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.