Gemeinde unterstützt Vorhaben

ASB möchte in Ehlen zwei Häuser für Flüchtlinge bauen

Platz für Flüchtlingsunterkünfte: Der ASB möchte auf eigenen Grundstücken in Ehlen, die derzeit als Parkplätze hinter der Raiffeisenbank genutzt werden, zwei Häuser für Asylbewerber errichten. Demnächst soll es darüber mit dem Landkreis Kassel Gespräche geben. Foto: Thon

Habichtswald. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) trägt sich mit dem Gedanken, in Ehlen zwei Häuser für die Unterbringung von Flüchtlingen zu errichten.

„Wir stehen da ganz am Anfang“, sagt Michael Görner, Geschäftsführer des ASB-Regionalverbandes Kassel-Nordhessen. In den kommenden Wochen werde der ASB dem Landkreis Kassel seine Pläne unterbreiten und ausloten, ob es zu einer Zusammenarbeit kommen wird.

Bei den Flächen handelt es sich um ein Gelände des ASB zwischen Raiffeisenbank und Sozialstation, das derzeit als Parkplatz genutzt wird. Insgesamt könnten zehn Wohnungen für bis zu 40 Personen entstehen, die zu einem späteren Zeitpunkt ohne viel Aufwand auch barrierefrei für Senioren hergerichtet werden könnten, skizziert Görner das Vorhaben, dem sowohl der Regionalverband, als auch der Landesverband des ASB in Frankfurt noch zustimmen müssten. Voraussetzung für eine Umsetzung sei, dass der Landkreis die Immobilie mietet und der ASB die Betreuung der Familien selbst übernimmt.

Aufgabe selbst übernommen 

Während sonst in Hessen die Städte und Gemeinden die ihnen vom Land zugewiesenen Flüchtlinge unterbringen müssen, hat diese Aufgabe für die 29 Kreiskommunen der Landkreis selbst übernommen. „Das läuft bei uns mustergültig“, sagt Habichtswalds Bürgermeister Thomas Raue (SPD). Dennoch begrüßen und unterstützen er und der Gemeindevorstand das Vorhaben der Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation. „Die Gemeinde ist sich ihrer Verantwortung in der momentanen Flüchtlingssituation bewusst“, begründet er die Haltung des Gremiums.

Bauträger haben Interesse 

Positiv gegenüber steht Raue auch den Anfragen verschiedener Bauträger, in den Kommunen des Kreises Gebäude für Asylbewerber bauen zu wollen. Wie er sagt, seien Bauwillige in dieser Angelegenheit bereits an den Landkreis Kassel herangetreten. Sowohl in Ehlen als auch in Dörnberg existierten mehrere Baulücken, auch die Gemeinde selbst verfüge über kleinere Flächen. Bis zu zehn Häuser ließen sich errichten.

Gute Integration 

Eine Bündelung von Häusern an Ortsrändern lehne der Gemeindevorstand jedoch ab. „Wir möchten keine Ghettos, sondern den Weg bereiten für eine gute Integration.“ Für die in Frage kommenden Grundstücke müssten noch die planerischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Und auch bei diesen Gebäuden ist Raue um eine spätere Nachnutzung nicht bange. Die Nähe zu Kassel und die Größe der Wohnungen mache Habichtswald für Studenten attraktiv.

Landkreis überprüft Immobilien 

Derzeit prüft der Landkreis Kassel für zwei private, leerstehende Immobilien in Habichtswald, ob in ihnen Flüchtlinge untergebracht werden können. Wie Bürgermeister Thomas Raue sagt, habe die Gemeindeverwaltung eine Übersicht über alle leerstehenden Häuser in Habichtswald erstellt. Bei den Eigentümern frage sie nach, ob sie dem Kreis Kassel für die Unterbringung von Asylbewerbern empfohlen werden können. „Für freie Wohnungen fehlt uns der Zugang“, sagt Raue. Derzeit lebt in Habichtswald eine Flüchtlingsfamilie.

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